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Formeln u. Gebräuchen in den Diplomen u. Urkunden der Kaisertc. 187

Herr von Sully wird edler Herr Aegidius von Soilly titulirt in einer Acte, welche vom Sonntag nach der Erscheinung St. Michaelis 13 18. datirt wird. Man kann aus einer Schenkungsformul, welche man in des Justel Geschichte von Turenne

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Jahr 1 399.

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Die Herren und Privatpersonen ermangeln nicht ihre eignen oder entlehnten Sie: Anmeldung gel und derer Gerichtshöfe ihre, deren Acten gesiegelt worden, anzumelden. Zu Ä Ä.

gleicher Zeit Ä sie bisweilen ihrer Unterzeichnungen und der Zeitangabe Meldung. zeichnungen

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Dechant von St. Aignan in Orleans an, sen Gnaden, Dechant der Kirche zu St.
welcher sich nennet von GOttes und der rö: Aignan.
mischen Kirche und des Königs der Franzo-

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(E) der Siegel eines Gerichts und eines Dechants Meldung, und der Gegenwart

einer Anzahl Zeugen.

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Anmeldung

Die Siegel vertreten die Stelle der Unterzeichnungen und der Zeugen in einer

der Zeuge Menge Urkunden von Frankreich und England. Dergleichen ist eine Urschrift

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Wilhelms von Montagu, des Grafen von Salisbury, welche blos die (F)
Siegel der Parthien anmeldet. Jedoch sind der durch Zeugen bezeugten Acten eben
Ihre Namen haben fast allezeit in England die Formul His testibus vor
sich her, welche auf die (G) Anmeldung der Siegel folget.

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die Herren nach der (H) Anmeldung des Siegels die Zeitangabe, die Namen der

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Zeugen

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"Roche, UTichel Moire, Perrot Trudaine, " Jean Noreau, Wilhelm Callcat und un"terschiedlicher anderer glaubhafter Zeugen." (F) "Zum (p) Zeugniß dessen haben der 'besagte Graf und obgemeldte Thomas zu die''sem eingekerbten Brief ihre gegenseitige Sie "gel beygefüget. Gegeben auf unserm Schloß "zu Croitham, den 30. April, im Jahr des "Heils eintausend dreyhundert sechs und ach: "zig, und der Regierung Richards des zwey"ten im neunten nach der Eroberung.” (G) Et (q) in hujus rei testimonium, huic praesenti scripto in modum Cyrographi confecto, ego dictus H. filius Petri et H. filius Mathaei sigilla nostra aernatim apposuimus. Hiis testibus Domino Balduino comiti Devoniae, Domino G. Based, etc. et pluribus aliis. Ohne Zeitangabe. (H in cujus rei testimonium et praedicti monasterii cautelam., praesens privilegium adfuturae rei memoriam fieri fecimus nostrisigilli pendentis munimine roboratum. Actum Marsici anno Domini MCCCIV. die XV. mensis OCTQ

oder auch S. Martin Bouillant, oder festum 5. Martini Bullientis. Man sehe des Du Cange Glossarium medae et infima Latinitatis nach bey dem Wort Festum,

Ueberstoj.

Zeugen, und bisweilen ihre (J) Unterzeichnungen. Man trift zum öftern Acten an, welche nur von einer Person unterschrieben worden. Diejenigen, welche vor einem Notar oder Gerichtsschreiber genehmiget worden, führen nur die Unterzeichnung welche gemeiniglich nur in gewissen ineinandergeschlungnen Zügen bestehet, oder in einer Figur, welche er sich zu eigen gemacht. Hr. de Lauriere (c) führet eine Charte vom Jahr 1320. an, welche durch einen Notar unterzeichnet worden, welcher von demjenigen unterschieden ist, welcher sie geschrieben hat. Ego Arualdus Bocrati Clericus habitator Carcassonensis eandem scripsi, et ego idem Petrus de Perage notarius publicus ante dictus subscribo atque signo, regnante Domino Philippo Rege Francie et Navarre. Wir haben in dem zweyten Band der Verordnungen (d) eine Unterzeichnung bemerket, die von einem dritten und in aufhabender Vollmacht geschehen. In dem 4 Bande (e) stehet eine Acte, welche allein durch einen Gerichtsschreiber unterzeichnet und auf diese Weise datirt ist. "Gegeben und geschehen zu

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"des Heils 1 363. . Viaudi-lta est" Wilhelm von Gravelle, ein Geistlicher von Rennes, und kaiserlicher Notar des Gerichtshofes zu Angers, setzet, wenn er einer Acte vom Jahr 1 31 3. die öffentliche Einrichtung gegeben, hinzu, er habe sie unterzeichnet: signoque meo (f) signavirogatus. Die eigenhändigen Unterzeichnungen der Unterschreibenden hatten angefangen gegen das Ende des 13. Jahrhunderts wieder in Uebung zu kommen; sie wurden aber in diesem gewöhnlicher, ohne daß

deren Gebrauch gemein wurde, ausgenommen in den von Notarien aufgesetzten Acten,

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doch führte nachher der Kanzler des Gerichtshofes zu Limoges ein, es sollte solches

von der Verkündigung Mariä angehen. Im nordlichen Frankreich fing sich das

Jahr wie zu Paris und in den anliegenden Landschaften von der Eiuweihung der

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"May 1363 an, die Kirche zu Vienne im Dauphineepflege das Jahr mit dem

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Dauphinee der Gebrauch war, von der Geburt und nicht von der Menschwerdung zu

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hunderts angebracht worden.

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S. 229.

Die Acten der Layen dieses Jahrhunderts sind eben wie die in den vorhergehenden Verschiedene auf verschiedene Weise datirt. Das Jahr des Heils, der Monats und Festtag sind Älten. die gewöhnlichen Zeitangaben. Eine nicht unterzeichnete Acte, die aber doch mit vier Är Siegeln besiegelt ist, die an einem doppelten Striemen Pergamen hangen, führet fol: WPCe gende Zeitangabe: dieser (m) gegenwärtige Brief ist aufgesetzet und eidlich bestätiget worden im Jahr der Menschwerdung 1 389. den Sonntag nach der Geburt des heiligen Johannis des Täufers. Man datirte die Acten von berühmten Jahrmärkten, welche nahe bey den Städten gehalten wurden. Man bewahret in dem Archiv (n) einen Brief vom Jahr 1389. und 1391. Der erste ist datirt von dem vergangenem letzten Sonnabend der Guibray, und der andere von dem Sonntag vor dem Pardon von St. Romain in Rouen. Man weiß, daß der Markt von Pardon auf einem Felde bey dieser Stadt gehalten worden den 23. des Weinmonats, an dem Festtage des 3. Romanus. Hr. de Lauriere hat einige Verordnungen bekannt gemacht von dem Zustande des Chatelet zu Paris und des Sprachzimmers für die Bürger, deren Zeitangabe das laufende tausend weg lässet: "Geschehen (o) *zu Pontoise den 13. des Brachmonats, dreyhundert und zwanzig, in Gegenwart des > "Grafen von Bouloigne, des Grafen von Sorest, des Connetable, des Herrn von "Joinville, des Herrn von VToyers, u. s w.” Beym Beschluß eines Vergleichs, der zu Clermont in Auvergne im Jahr 1392. genehmiget worden, heiset es, er sey (p) unter der Regierung Kals 6 des Königs von Frankreich eingegangen worden, Die Engländer datirten auch von den Jahren der Regierung ihrer Monarchen, derem Gelangung zur Krone conquestus genennet wurde. Die Sammlung des WIadox liefert eine große Menge Charten, die also datirt sind, ohne einige Meldung des Jahrs unsers Herrn zu thun. Wir wollen uns auf zwey Beyspiele einschränken: Datum (q) septimo die decembris, anno regni regis Ricardi secundi post conquestum decimonono. "Gegeben unter unserm Siegel auf unserm Schloß zu

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