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Wahrheit durch die Lügen zu behaupten, so verdienen diejenigen, welche, um sie zu vertheidigen, sich mit der letztern beheifen, den Schutz der einen zu verlieren und die der andern gebührende Strafe zu übernehmen. Die Sache der Wahrheit muß inzwischen von der Sache des Schuldigen, der sie durch unerlaubte Mittel vertheidigen wollte, unterschieden werden. Alles, was man bisher in Ansehung derer Urkunden vorgetragen, deren Schrift der Zeitangabe von der im Terte unterschieden seyn möchte, kann gleichfalls auf diejenigen Schriften angewendet werden, es mögen Unterschriften oder ein anderer Theil von den Diplomen seyn, welche die Schriftart eines Jahrhunderts hätten, der von der in der Acte unterschieden wäre. Die vorhergehenden fünf Regeln sind auf die vermeyntlichen beglaubigten Diplomen eben sowohl anzuwenden,

als auf diejenigen, welche es offenbar nicht sind. - - S. 828. Die Zeitangaben der Diplomen, welche älter sind als ihre Schrift, Ä. Die würden diese Diplome in einen rechtmäßigen oder in einen gewaltsamen Ä Verdacht bringen, nachdem die Zeitangaben und Schriften mehr oder we- Ä niger von einander entferner sind. und Schrift der Diplo:

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beurtheilen. (w) der Diplos“ §, 830, men.

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den Formeln und der SoÄ der Diplomen und anderer
- CTM, -
Jnhalt.

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I. an darf nicht erwarten, daß man in den Formeln der öffentlichen Fünf allge M Acten eine Einförmigkeit antreffen wollte, als in sofern ihre Ä, *** Schreibart durch die Gesetze und durch den Gebrauch bestimmt Ä ist. Schreibart Anmerkung. der Diplomen Der Saß ist deutlich. Wir merken nur an, daß man wenig oder gar keine Änderer alten Gesetze antreffen werde, welche die Schreibart und die Formeln der öffentli. ” chen Acten bestimt haben; außer in einigen besondern Stücken. Was die Einför- migkeit anbetrift, welche die Gewohnheit hätte einführen können, so giebt es Jahrhundert, darinnen die Formeln gewisser Acten ganz ähnlich sind; andere, darinnen sie es nicht so sehr sind; und endlich andere, wo man kaum einige Züge von Einför: migkeit unter einander entdecken kann. 2. Es wird eine Formul selten auf einmal zu einer allgemeinen, wenn sie nicht durch ein Gesetz fürgeschrieben wird, oder welche die Tothwendigkeit oder einige offenbare WTutzbarkeit, die aus den Umständen der Zeit herkomt, nicht anzunehmen nöthiger. - - Anmerkung. Es ist einige Zeit darzu nöthig, daß eine Formul, die durch blose Notarien eingeführet worden, sich weiter erstrecken und gemein werden könne; da hingegen ein Gesetz, eine Veränderung im Regiment, eine neue Art von Acten gewisse Gebräuche geschwind genug zu einer Gewohnheit machen können. 3. Bisweilen gehören etliche Jahrhundert dazu, daß ein Gebrauch, der schon sehr gemein ist, einstimmig werde. - - - Anmerkung. Dergleichen ist z. B. die Formul der päbstlichen Bullen, Servus servorum Dei, die im 6. Jahrhundert gebraucht worden; sie hörete seitdem bis zum 12. # (U.

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Formeln und der Schreibart der Diplomen und andrer Acten. 52r

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darf, daß man sie zu mehrern malen wieder erneuret sehen werde, ÄÄ

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