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das noch zu Astrabad gerechnet wird (V. 31). Siahsenk, ein Ort Öschurdschan's mit einer gleichnamigen Wunderquelle (III. 140). Herend, ein Fluß Dschordschan's (VI. 101). Gilan, die Landschaft der alten Gilen (Tŋλai); das kaspische Meer heißt auch das Meer von Gilan, und der in dieses strömende Fluß Abgun (1. 83) scheint derselbe mit dem obigen Abisukun zu seyn. Rescht, die Stadt Gilan's, steht im Siebenmeer nicht, wohl aber Scheft, durch seine gemalte Fayance berühmt (III. 193). Talisch, ein Stamm der Bewohner Gilans (1.322), dessen Bewohner sonst noch heut Gil oder Gili (V.52), wie vor Alters, heißen. In der angränzenden Landschaft Masenderan ist der Flecken Kusan (IV. 151). Der Berg Girdkuh, d. i. Gürtelkure (V. 40). Dileman, eine Stadt Gilan's, deren Bewohner krauses Haar haben (II. 219). In der angränzenden Landschaft Schirwan ist die Stadt Sa lian (III, 148). Schaburan, ein Paß Schirwan's (III. 220), auch Schaweran geschrieben (III. 221). Aran wird bald als eine Landschaft für sich, bald als ein Theil Aserbeidschan's betrachtet; in derselben sind Gendsche und Berdaa die vorzüglichsten Städte, das Land ist reich an Gold und Silber und Henna (1.93), der alte Name der Stadt Berda a war Berdem (1.194). Schemgur, nahe bey Gendsche, der Geburts ort des großen romantischen Dichters Nisami (III. 203). Moghan, in der Nähe von Aran, die große Ebene und gleichnomige Stadt (III. 124). Beilkan, die zwischen Schirwan und Aserbeidschan gelegene Stadt Aran's, berühmt als der Geburtsort des Dichters Medschir Beilkani (1.316). Gurdschistan ist Georgien, dessen Hauptstadt Tiflis; eine andere Stadt derselben heißt Sarian (III. 147), die Bewohner Gurdsch (V.9). Serir, ein nördliches Land in der Nachbarschaft der Alanen, wo die Höhle Kei Chosrew's, in welcher er seinen Becher und Thron verbarg (III. 117 u. 184). Efrasiab's Pallast Dischaheng war aber in der Nähe von Berdaa.

Aserbeidschan, das Atropatene der Alten, hat seinen Namen von Aser, und hieß Aserabadegan, d. i. Feueranbeter-Ort. Der Haupttempel Aferabad war auf der Stelle der heutigen Hauptstadt Tebris, die vor Alters so genannt ward (1.29). Stadtviertel von Tebris sind Tscharendab (II. 35) und Gedschil, in dem leßten liegt Schems Tebrist, der berühmte Mystiker, begraben (VI. 26). Recensent vermuthet, daß auch Schebester, der bisher noch unausgemittelte Geburtsort des Verfassers des Gülscheni Raf ein Stadtviertel von Tebris sen, weil im Dschihannüma ausdrücklich gesagt wird, daß der selbe zu Tebris geboren und begraben sey. Nach Tebris ist Kasin die zweyte Stadt Aserbeidschan's; Jeleschem, ein Berg Kaswin, dessen Steine Thiergestalten bilden (VI. 149). Pa=

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raw, ein Distrikt von Kaswin (I. 207). Die anderen Stadte Aserbeidschan's sind: Meragha durch seine Sternwarte, Miane durch giftige Spinnen berühmt. Pendsch Engüscht, ein Ort in der Nähe von Meragha (I. 246). Sche. neb, der Grabdom des tatarischen Sultans Ghasan zu Tebrif (III. 193). Eher, eine Stadt Aserbeidschan's an einem großen Flusse (1.47). Sengan, von Ardeschir Ben Babekan erbaut, zwischen Kaswin und Tebrif (III. 74). Chalchal, eine Stadt zwischen Kaswin und Gilan (II. 118). Kartur, der Name eines Schlosses (III. 81). Eine andere Ableitung des Namens Aserbeidschan, als von Aser (Feuer) und Abad (das englische abode), gibt das Siebenmeer unter dem Worte Hestudan (III. 121), dem Namen des alten Herrschers von Aserbeidschan, welcher auf der Stelle des heutigen Lebrif von seinen Großen einen hohen Erdhügel aufhäufen ließ; Aser soll auf alttürkisch hoch heißen, und Baigan sind die Bege oder Großen, deren Namen hernach in Beidschan umgeschmolzen worden seyn soll. Chiredsus, d. i. Verstand verbrennend, und Chodbisus, d. i. Verbrenne dich selbst, waren die Namen zweyer Feuertempel in Aserbeidschan (II. 103 u. 104). Demawend, Dimawend, Dimewend und Dinawend (II. 169), der Name des bekannten Gebirges, in welchem Sohak eingekerkert ist. Sewlan, der Berg bey Erdebil, vor dem Islam von Maghen bewohnt (III. 120). Schend, ein anderer Berg Userbeidschan's (III. 110). Die berühmtesten Flüsse Aserbeidschan's find Schahrud oder Schehrud, der zu Thalkan bey Kaswin entspringt; so heißt aber auch ein Ort zwischen Damaghan, Bestam und Tar (III.197), dann Espidrud oder Sepidrud (1.33), d. i. der weiße Fluß, der aus Aserbeidschan nach Gilan und Dilem strömt. Tscheschmei, Gengule, der Name einer Quelle in Uferbeidschan.

Irak wird bekanntlich in das arabische und persische untergetheilt, die Gebirgskette, welche beyde scheidet, heißt Erwend, Elwend, Ewrend, Erawend (Orontes), so heißt aber auch der Tigris (1.31). Erghand ab, der Gränzfluß zwischen Aserbeidschan und dem persischen Irak (1.16). Die Hauptstadt des arabischen Jrak ist Bagdad, welche von ihrer schiefen Richtung auch Sewra, d. i. die Schiefe, heißt, und so heißt auch der Tigris selbst (III.47). Nuschirwan baute in Irak sieben Städte, deren eine Esfabur (1.43) hieß. Medain's Erbauung wird schon dem Tahmuraß, und ihre Vollendung dem Dschemschid zugeschrieben, und ihr alter Name war Girdabad (V. 11). Meraasch, Mardin, Nehawend, Maßul, Kerch, Dinewer, Miafarakain (nicht Dinur, II. 180) find bekannte Städte des arabischen Irak, so sind auch die Palläste Sedir oder Sehdir (der dreyfache Dom) und Cha

wernek oder Chawernak (woher das deutsche Schabernack kommt) Orientalisten und Geographen bekannt genug. Minder bekannt der Name Esbanbur, der Stadt, in welcher der Pallast des Kesra, d. i. des Hosroes Nuschirwan stand, dessen Reste noch heute von Reisenden angestaunt werden (I. 42). Müsch gu, welches im romantischen Gedichte von Chosrew und Schirin als der Pallast der Liebenden aufgeführt wird, ist auch der Name eines der alten Gößentempel Persiens; die anderen drey hießen: Butchanei Afër, Dschennetulaaden und Dschennetul-mewa (V. 129), die zwey lezten find hernach von den Moslimen zu zwey Paradiesen von den acht, die der Koran lehrt, erhöhet worden. Die Hauptstadt des persischen Irak ist Isfahan. Erdschin, ein in der Nähe Isfahan's gelegener Berg (1. 93). Chufan, ein Dorf bey Isfahan (II. 132). Sendrud, d. i. der Lebensfluß, welcher bey Isfahan vorbeyströmt (III. 54). Elindschan, ein Distrikt Isfahan's, wo der beste Reiß wächst (I. 103). Nach dem Desatir hieß Ißfahan ehemals Dschi, das Siebenmeer (III, 90) nennt Schi als das Dorf Ißfahan's, wo der beste Beng (Hyosciamus, Nepenthe) wächst. Derdescht, ein Stadtvier tel Ißfahan's (II. 159). Esfid descht, d.i. die weiße Wüste, ein Dorf bey Ißfahan (1.21). Lunban, ein Dorf bey Ißfahan (V.68) Marbin, ein Distrikt von 58 Dörfern, zu Ißfahan gehörig, Garten an Garten (V.115). Gülpaigan, sonst Dscherbadakan, Stadt in Jrak (II. 33). Telaschan, eine große Wiese bey Isfahan (I. 337). Lindschan, eine Gegend um Ißfahan, berühmt durch ihren Reiß (V.68). Ras, ein Name der Stadt Rei, deren Bewohner noch heute Rasi genannt werden (III. 15), daher Rhases. 3u Hamadan gehōren die Dörfer: Ewman (I. 108), Efnaw (I. 111), auch Efnawe (I. 123), wie der gleichnamige Distrikt heißt. Semirem, wo der Heuschrecken - Quell an der Gränze zwischen Irak und Fars (III. 146), sonst Murghab (V.81), welches mit dem gleichnamigen Flusse zu Merw Schahdschan nicht zu vermengen. Diese Quelle heißt auch Abimurghan, d. i. das Wasser der Vögel (welchem die Heuschrecken nachfliegen, I.83); das aus den persischen Reisen bekannte Monument von Murs ghab, welches von einigen für das Grabmal des Cyrus gehalten wird, heißt heute das Grab der Mutter Salomon's; der Name Semirem aber weist auf Semiramis hin. Firuse= gird (Türkisgürtel) ist ein Name der Stadt Erde bil, so genannt, weil dieselbe Firus, der Großvater Nuschirwan's, erbaute (IV.51), sonst auch Badan Firus, d. i. der Bau des Firuf, geheißen (I. 169), oder geradewegs Wir (IV. 78), S eradsche, ein Ort bey der Stadt Kum (III. 170), Ebrikuf

(nicht Eberkus), d. i. Bergesbrauen (1.121). Seware, ein Flecken in der Nähe der Stadt Kaf ch an (III. 83).

Fars ist der Griechen Persis; die Hauptstadt ist, wie be kannt, Schiras, am Flusse Roknabad gelegen, der in den Gedichten von Hafif lebt. Rahmet abad, d. i. der Bau der Barmherzigkeit, ein Kloster zu Schiras. Nalan, ein Berg zwischen Schiraf und Kaserun (VI. 42). Schiras wird auch Maamueri Amru Leis, d. i. die Bewohnte des Amru Leis, von ihrem Erbauer genannt (V. 83). Der alte Name der Stadt Kaserun ist Nured (VI. 15, L. 3.). Iftachar, eigentlich Ißtachr, heißt auch Ssita chr und Ußturach (1.26); zur Stadt Iesd gehören: Erdegan, welches aber auch ein Dorf in der Nähe von Schiras (I. 94); Teft (1.310), vielleicht weil dort Tafft gewebt wird. Disafeta oder Disch afeta, ein von Schapur erbautes Schloß (II. 155). Kaferun, die bekannte oben genannte Stadt (IV. 142). Eredschan, eine Stadt, sechzehn Parasangen von Schiras (1.96). Gasergah, der Ort bey Schiras, wo Saadi begraben liegt, so heißt auch die Grabstätte Chodschah Abdullah Unßari's zu Herat (II. 38). Sengwan, sonst Sepidan, ein Dorf in Fars (III. 160). Bewan, das schöne Thal, eines der vier Paradiese des Ostens, (1.213). Pender, ein Schloß von Schiraf, auf einem Berge gelegen (I. 256). Dschaaferabad (Dschaafer's Bau), ein Dorf bey Schiraf (II. 77). Abin, ein Dorf in der Nähe der Höhle, woraus die Mumia fließt (1.83). Berchan, eine Landschaft von Fars (I. 204). Bergen, ein Dorf bey Schi-· ras, durch eine Steingrube berühmt (I. 106). Dudeman, ein Dorf bey Schiraf (II. 217). Ebr Kubad, ein zu Erredschan gehöriger Ort zwischen Uhwas und Fars (I. 31). Aas, ein Dorf von Fars, so heißt aber auch eine türkische Stadt in Kiptschaf (1.53). Birkei Erdeschir, d. i. der Teich Erdeschir's, eine Stadt in Fars (I, 164). Belian, ein Dorf bey Kaserun, die Grabstätte vieler Propheten, welche Chisr (der Hüter des Lebensquelles, der Neffe des Elias) zu besuchen gekommen ist, oder selbst erbaut hat (1.211). Gewas chir, wo weiße Türkise gefunden werden (V. 16). Ssimegan, eine Landschaft in Fars IV.16). Erdfchene, eine Ebene in Fars, wo Uli den Perser Selman aus eines Löwen Rachen befreyt haben soll (I. 122), auch Erschene genannt (eben da). Dewan, ein zu Kaserun gehöriges Dorf (V. 216). Murdsch an, ein Berg in Fars mit einem fließenden Wasser, das nach Verhältniß der Menschenmenge, welche diese Höhle betritt, bald minder, bald stärker fließen soll (V.123). S ch ebankere, eine Landschaft von Fars (III. 234); so heißt aber auch ein Dorf bey Tus. Sig, nomadische Kurden im Gebirge Kilu (III.66). In Sistan ist der Berg Schegawend, Esch gawend oder Sedschawend (III. 198). Kehitsch, ein Schloß in Sistan

(III. 107). Die Bewohner von Sistan heißen Segsi, weil das Land selbst auch Segist au und Sedschistan heißt (I. 157). Die Segsi sind aber nicht zu vermengen mit den Segsar, d. i. den fabelhaften Menschen mit Hundsköpfen (III. 117). Sereng ist der Name der Stadt Nis, wo der Statthalter von Sistan residirt (III.64). Ug, ein Schloß zwischen Sistan und dem Euphrates (1.72). In der Landschaft Kerman ist der Berg Kuhi Ibrahim (IV. 141) und Kufdschan heißen Nomaden, welche in den Gebirgen Kerman's herumwandern (V. 151). Demendan, eine Stadt Kerman's, in deren Nähe ein Berg, reich an Gold, Silber, Eisen, Tutia und Salmiak (II, 216). Schamas, ein von Gebern bewohnter Ort (III. 205). Mahan, ein zu Kerman gehöriger Ort (V. 1 17). In der Provinz Ahwas ist die Stadt Ramhormus, welche vor Alters Semengan hieß (III, 15 u. 158). Die Landschaften Sabulistan oder Sawulistan, Mekran, Laristan und Loristan sind bekannt, so auch Chusistan mit ihren Städten Schuster und Schusch, welche das Siebenmeer für Eins erklärt (III. 209), reich an Süßigkeiten (das persische Schusch ist das deutsche süß) an Reben und an Zuckerrohr.

Syrien wird in dem Schahname gewöhnlich Hamawer, Hemawar, Hemaweran oder Hamaweran genannt (VI. 123). Schahe, eine vom Herrscher Hameweran's, dem Vater Sewdabe's, der Gemahlin des Keikawus erbaute Stadt (III. 234). Wenige Städte haben in der orientalischen Geogra phie so viele Synonyme, als Jerusalem, denn dasselbe heißt Ilia (Aelia, I. 15), Orischlim (I. 89), Disch hocht (II. 159), Disch hoch (II. 164), Disherdsch (II. 162), Disch hocht gung (IE 194) oder & ungdisch hocht, Schiro schlim (IIL. 219), Gün gidisch her dsch (V. 9), H och t (UI. 99), Hoch (VL. 100). Im Siebenmeer finden sich außer den bekannten Städten Syriens: Surudsch, Maßiat, Menbedsch, Ladekie (Latachia), Maarreton naaman, Maßißa, Malatia, An= takie (Antiochien), Dimischk (Damaskus), noch die weniger bekannten: soffai Jakub, d. i. das Sofa Jakob's, der Brunnen, in welchen die Brüder Josephs denselben warfen (IV. 3), sonst auch Tschahi Jusuf, d. i. der Brunnen Josephs, genannt (II. 48), nicht zu verwechseln mit Tschaschu= fuf, ein Brunnen auf dem Wege nach Mekka (II.48). Abi Taberije ist der See von Tiberias (I. 113). Erden, der Jordan (1.94). Hausi Naaman, d. i. das Wasserbecken Naaman's, berühmt durch die Wunder des Propheten, welcher das bittere Wasser in süßes verwandelte, ehedem hieß es Belensan (II. 89). Rees ain in Mesopotamien, mit dreyhundert Quellen (III. 27), das schon Ammianus Marcellinus als Resaina fennt (XXIII, 14), wo der Ursprung des Chaboras.

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