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S. 1951 Eine Art der Erneuerung, von welcher wir au einem andern Ort weitläufiger Verschiedene bandeln wollen, bestand darin, daß nicht ein Freiheitsbrief insbesondere erneuert wer: Arten derselde; so daß solches entweder Auszugsweise, oder durch Einschaltung des völligen In: ben. halts der Hete, die erneuert werden solte, in einer andern Schrift geschehen wåre. Sondern ein einiges Diplom muste oft die Stelle aller andern vertreten, die in alges meinen Unglücksfallen waren verloren gegangen. Und so mus man, allem Unfehen nach, die Erneuerung der Urkunden der Kirche zu Padua verstehen, deren Sigonius im sechsten Buch des Kónigreich Italiens bey dem Jahr Chrifii 912 gedents tet (r). Die bischöflichen Archive dieser Stadt waren nebst ihrer Kirche, die die Ungarn in Brand gesteckt hatten, von den Flammen vergeret worden. Sibicon erhielt von dem Kidnige Berengarius die Erneuerung aller alten Freiheiten seiner Borgånger. Caetera omnia Regum priuilegia instaurauit, anno, vt ipse scrie bit, regni sui XXV. Damit wir nicht wieder auf diejenigen Copien kommen, die mit den Originalen fast zu einer Zeit verfertiget worden, und sich mit denselben gar leicht verwechseln lassen: so wollen wir uns nur bey denen aufhalten, die nicht nur die vólligen Originale in fich fassen, sondern dieselben auch erneuern und bestátigen; so daß sie nicht das geringste von der authentischen Richtigkeit verlieren, und kein Porwand übrig bleibt, sie für das zu halten, was sie doch wirklich nicht sind. Wenn man Copien haben wolte, die mit den Originalen von gleichem Ansehen und Nach: druck fenn folten; so wandte man sich anfänglich an die Konige oder an ihre vor: nemsten Bedienten, nachmals an die Pápste und Bischöfe, und endlid, an alle Arten von Personen, die in öffentlichem Anfehen stunden. In Frankreich aber beschäftig: ten sich seit dem dreizehnten Jahrhundert die apostolischen notarii und Officiales mehr als sonst jemand mit der Erneuerung der alten Urkunden der Kirchen. Sobald ein Rechtshandel entstand, wurde diefe Erneurnng der Originale vorgenommen, wo: yon man Abschriften nemen lies, die wenigstens mit den erstern verglichen waren: man mochte nun diese neuen Copien für geschickter halten, aufbehalten zu werden, eder man mochte die Originale schonen und nur die Copien vor Gericht bringen wol: len (53)

Ua 2

S. 196.

(r) SIGONII opera omnia tom. 2. col. 387. edit. Mediol. 1732.
rigen ertheilte Bestätigung der Diplomen im Feine Urkunden verloren hatte, und eine Ernenie:
teutschen Reich sonderlich im neunten und zehn: rung der darin enthaltenen Vorrechte und Frei:
ten Jahrhundert üblich gewesen. In den nachheiten verlangte: so mufte er erst von seinen
maligen trůbseligen Zeiten unter Friedrich 2 Pagensibus oder nächsten Landesleuten ein
und warend des unglücklichen Interregni wurs Zeugnis des erlittenen Berluftsbeibringen;
den dergleichen Bestätigungen nur sehr selten welche Chartula Relationis auch Apennis ge:
gesucht; daher sich auch vor Sriedrich 2 febrnant wurde: worauf denn erst die königliche oder
viele unter und nach ihm aber sehr wenige Bé: faiserliche Bestátigung erfolgte ;, wie solches
ftátigungen in den Archiven finden.

Yriabillon S. 29. aus mehrern sehr alten Beis
(53) Wenn jemand in Deutschland durch spielen erweiset. Da die Ertheilung der Diplo.
Kriege, Feuersbrúnfte oder gudere Unglücksjälle men zur oberherrschaftlichen Landeshoheit gehd:

ret:

S. 196. Ursprung der Man wandte sich indessen noch immer an die Könige und Kaiser (s), weng Vidimas. man die Bestätigung und Erneueruug sehr wichtiger Urkunden haben wolte. Da

diese Fürsten und nachmals alle öffentliche Personen in dem Eingang der Briefe oder Urkunden, worin sie die Erneuerung bewilligten, gemeiniglich zu versichern pflegten, daß sie die Originale selbst gesehen; so bekamen diese Stücke daher den Namen Vidis mus. Indessen scheinet es, daß dieser Ausdruck vor dem vierzehnten Jahrhundert nicht beståndig úblich gewesen. In dem Sosten Verzeichnis des königlichen Scha: kes von Urkunden für die Jahre 1350 und 1351 find verschiedene Vidimus der Kó: nige Ludwigs 10, Philippi de Valois und Johannis 2 befindlich. In dem vorbergegangenen Jahrhundert hatte fich Philip Äugust anstat des Wortes Vidia mus des Ausdrucks Inspepimus bedienet (t). Ja er gebrauchte denselben bereits im zwölften Jahrhundert (u). Die Könige Englands haben den lektern Ausdruck gleichfals beibehalten; denn er fomt unaufhörlich in ihren Erneuerungen der Urkun:

Als Richard 1 aus dem gelobten lande zurückgekominen war, und den König von Frankreich zu befriegen beschlossen hatte ; bedienete er sich verfchiedener. Mittel

, die Uusgaben, die er bekommen wurde, zu bestreiten. » Da das grosse Sie: gel, sagt Rapin Thoyras (w), welches er mit sich genommen hatte, auf seiner Reis se war verloren gegangen; so lies er ein neues machen, und zwang alle Juhabere offener Briefe oder Begünstigungen, die noch mit dem ersten untersiegelt waren, fie erneuern und mit dem zweiten Siegel untersiegeln zu lassen. Seine einige Abs sicht hierbey war, durch die Erneurung der Urkunden Geld von den Privatpersonert zu erpressen.” Seinrich 3 sein Enkel, bedienete sich eben dieses Geheimnisses,

sichy

den vor.

(0) Chron. Gottwic. tom. I. p. 81. (1) MARTENE et DURAND Anecd. tom.i.

p. 138. (u) Hift. de Sablé p. 370.. (10) RAPIN hilt. d'Anglet, lib. 7.

ad ann. 1195. ret: fo haben auch die teatschen Fürsten und bey den Kaisern und Königen gesucht und erhal: Stánde che keine eigentlichen Diplomen ausfer ten werden. S. Christi Senr. Baharori In tigen können, als bis sie die erstere erlanget. trod. in rem diplom. S.38. der neuen Ausg. Alle vor dieser Zeit, die man bis auf Seinrich 4 vom Jahr 1753. Joh. Eisenbards trad. de anzusetzen pflegt, von ihnen übrige Urkunden sind iure Diplom. Kap. 2. S.15. f. Von dergleichen entweder blosse Privatacten oder doch solche Ur: Bestätigungen und Eracuerungen finden sich sos kunden, die fie im Namen der Ridnige und Kate wol in den Archiven, als auch bei den Geschichts fer ausgefertiger. Senricus Iziger, Herzog der schreibern häufige Beispiele. Uus einem Dia Baiern und Sachfen, ist dem Aventinus in An- plom Carls des groffen füret Arabillon de re nal. Boior. B. 6. Cap. 3. Num. 3. zufolge, der er: Diplom. S. 26. f. eine merkwürdige hieher ges fte gewesen, der im Jahr 1125 ein Dipfont Hårige Stelle an, worang er zugleich die Folge ausgefertiget hat. Atque hunc Henricum, ziehet, daß sich damals auch Privatpersonen, die heist es dafelbst, octauum reġulum Boiorum, Renovation der Urkunden unterftanden. Von primum omnium priuatis aufpicüs donatio. Ludwig dem frommen beruft sich Hr. Job. nem fecisse, diploma dediffe, hoc fuo imagine Seuman dere Diplom. Imper, ac Reg. S.191. fignasse, id quod antea Imperatores Reges et auf die Stelle aus dem Theganus : Iusfir reCaefares duntaxat facritarunt , reperio. Es nouare omnia praecepta, quae sub temporibus konte daher die Erneuerung und Bestätigung ál: patrum fuorum gefta. erant ecclefiis Dei et ipse terer Diplomen vor diesem Zeitpunct nur alein manu propria ea cum subscriptione roborauit.

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sich auf Kosten feiner Unterthanen zu bereichern. " Er nótigte (r) alle diejenigen,

die Urkunden befassen, dieselben gegen gewisse bestimte Summen erneuern zu las
fen. Den Kldstern fiel diese neue Verordnung, die nur auf Bereicherung des Kó:
nigs abgesehen war, sonderlich zur last.

S. 197 .
Wenn die Päpste, Fürsten und Bischöfe Urkunden erneuern liessen; so versi: Ihre Abwei:
cherten sie, daß sie die Originale vorher durchgesehen, liessen sie von Wort zu Wort in chung von
ihren Vidimus abschreiben, und bestätigten sie mit dem Siegel ihrer Gewalt. Def: den Origina:

len. fentliche Personen hingegen liessen es gemeiniglich nur bey den beiden ersten Stücken bewenden; indem es ihnen nicht zufam, Urkunden zu bestätigen und zu bekräftigen.

Wir haben gesagt, daß die Fürsten in ihren Vidimus die Originale von Wort zu Wort abfchreiben lassen; indessen bringt Hr. Secousse zwen Ausnamen von die: : Fem Gebrauche ben. In dem Verzeichnisse des Inhalts (m), druckt er die erste fol: gender Gestalt aus: Wenn man Briefe vidimirte, so pflegte man das Original

nicht eben auf das genaueste abzuschreiben; sondern man pflegte die Schreibart zu

verändern, und sie jünger zu machen." Er füret zum Beispiel ein Vidimus des
Kónigs Johan an (3), welches die Briefe Stephani, Grafens von Burgund
und Johannis, Grafens von Chalons enthält. Diese Briefe befinden sich in dem
9iten Verzeichnis des fóniglichen Schakes von Urkunden hum. 79, und sind be:
reits vom Perard und Jurain herausgegeben worden. ” Die Schreibart derjeni:

gen, sagt dieses gelehrte academische Mitglied, die Perard herausgegeben (a), ist
unstreitig weit álter als die Schreibart der vom Jurain (69 edirten, und als die
Schreibart der in dem Register befindlichen Briefe: woraus man schliessen fan,
daß man sich ben Vidimirung der alten Briefe eben nicht auf das gewissenhaf:
teste an das Original gebunden; sondern sich die Freiheit genommen, die Schreib:

art zu verändern und jünger zu inachen." Hier haben wir also Stücke, die man
mit Grunde nicht für unrichtig ausgeben fan. Man siehet zugleich hieraus, daß man
von Urkunden, an denen man diese Verschiedenheit der Schreibart gewar wird, nicht
gleich ein nachtheiliges Urtheil fållen müsse; wenn sie sonst mit allen Merkmalen
versehen sind, die authentische oder achte Stücke an sid) haben müssen.

S. 198. Die zweite Ausname ist zwar nicht ausdrücklich von dem Hrn. Secousse ge: Vidimus macht worden; indessen fliesset sie doch folgerungsweise aus den Verordnungen unseer durch blosse Könige, und aus den Unnerfungen, mit welchen sie von diesem Gelehrten begleitet Auszüge. worden. Der Hr. de la Curne de Sainte Palaye bat bereits diese Folgerung daraus gezogen und sie uns mitzutheilen die Gütigkeit gehabt. Sie bestehet darin, daß gewisse Stücke nur, vermittelft gemachter Auszüge, vidimiret worden. Es kan

solches

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a 3.

(r) Ibid. lib. 7. ad ann. 1226. (1) SECOVSSE Ordonnances des Rois de Frane

ce tom. 4. p. CXXIV. (3) Ibid. p. 393. seqq. (6) Recueil de siéces fërv.
à l'hist. de Bourgogne p. 412, (6) Hift. de la ville et Comté d'Auffone p. 23.

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folches aus den Briefen Carls 5 bewiesen werden (e), worin er der Universit&t zu Angers eben dieselben Vorrechte bewilliget, welche die zu Orleans batte. Diese Anmerkung betrift vornemlich eine Bulle des Papstes, welche, wie Hr. Secouffe selbst versichert, daselbst nur auszugsweise befindlich ist. Dieses Vidimus ist aber nicht nach den Originalen der königlichen Briefe selbst verfertiget worden; sondern nur nach einem Register des königlichen Schakes von Urfunden. Wenn daher in dem erstern nicht die ganze Bulle von Wort zu Wort eingerůcket worden: ro Fonte es noch allemal für zweifelhaft gehalten werden. Wenn man aber auch nur ein bes stimteres und ausdrücklicheres Beispiel dieser Art beibringen fönte; fo würde daraus folgen, daß man im vierzehnten Jahrhundert gewisse Urkunden auf eine ånliche Urt erneuert habe, wie solches vor Carl dem grossen zu geschehen pflegte. Der kónig: liche Schak von Urkunden und die übrigen öffentlichen Archive enthalten verschiedene Register, denen man solche Vidimus einzuverleiben pflegte, wovon denen theilhaben: den Parteien gewisse ausgefertigte Eremplare zugestellet worden. Auf diese Art pflegs te man nicht nur ehedem die Urkunden zu die öffentlichen Ucten zu bringen; son: dern die botarii behalten noch heutiges Tages den ersten Entwurf, oder die Minu: te von den ausgefertigten Urkunden zurück. Sumbert Dauphin de Viens nois () gab im Jahr 1340 eine Verordnung Keraus, daß ein offentliches Register, welches er Vidimus nennet, gehalten werden solte, worin die Obligationes und Freiheitsbriefe eingetragen werden folten, damit man sich ihrer benötigten Fals wieder bedienen fónte. Endlich zeigt Hr. Secousse aus verschiedenen Beispielen, daß die öffentlichen Register, und besonders diejenigen, welche in dem königlichen Schak von Urkunden befindlich sind, nicht allemal auf das genaueste mit ihren Originalen über: einstimmen; ja zuweilen nicht einmal mit den Registern andrer Stådte des Kiónig: reichs, wenn es gleich eine und eben dieselbe daselbst befindliche Acte þetreffen soltes Diese Verschiedenheiten bestehen gemeiniglich in der Rechtschreibung, in den verschiede: nen Lesarten und zuweilen auch wohl in der Schreibart oder der Landessprache einer oder der andern Provinz. Die Vergleichung des 77ten Stücks im 96ten Register des toniglichen Schakes von Urkunden mit den Registern des öffentlichen Archivs der Stadt Lille ist hinlänglich, diesen Saß zu erweisen (e), (54),

S. 199. Vervielfälti: Was die Vervielfältigung der Vidimus in Frankreich sowol, als in England gung der Vis betrift, deren es in diesem legtern Reiche eine grössere Anzal giebt, als in Frankreich:

ro

(0) Hift,

(c) SECOUSSE Ordonnances des Rois tom. 4. p.475. Anmert. C.

Dalpbin. tom. 2. p. 398. (e) Ordonnances des Rois. tom. 4. p. 470. (54) Baring versichert in clav. diplom. selbst, seu VIDISSE quorumdam arestorum Porr. S. 30. daß die Benennung vidimus etc. Von den vidimirten Copien und deren vor dem zwölften Jahrhundert kaum åblich ges Ansehen und Glaubwürdigkeit in den Gerichten, wesen. In einem Aresto Paris. vom Fahr sonderlich in dem Kammergericht, kan übrigens 1321 in des ou fresne Gloffar. Th. 2.S.1464. Georg Engelbrechts Dissert. de Exemplis, so koint auch der Ausdruck Vidisse in dieser Be: im Jahr 1698 zl Selmstådt gehalten worden, deutung vor. Exhibentis copias, heißt es da: mit mehrern nachgesehen werden,

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To geben uns die verschiedenen Samlungen'und Verzeichnisse der Urkunden dieser beia
den Kúnigreiche unzálige Beweise davon an die Hand. Zuweilen (f) enthalten die
unter königlicher Gewalt herausgegebenen Diplomen vier oder fiinf Vidimus von
Vidimus: das heist, es ist zuweilen eine Urkunde in der andern enthalten; so daß
die leßtern die verbergegangenen bestätigen und benötigten Fals auch ihre Stelle vers
'treten können, so wie diese stat des Originals dienen können. Ein König von Franks
reich erneuert, zum Beispiel, das Vidimus eines: seiner Vorfaren, welches derselbe
"schon in Betrachtung eines noch ältern Königs gethan hatte. Man fónte noch þin:
zuseken, daß eben dieser ältere Fürst schon dergleichen gethan und diese Urkunde rés
noviret habe, die bereits von einem engländischen Könige erneuert worden, der denn
wiederum das Original eines Herzogs der Vormandie in feinem Diplom beståtiget.
Es finden sich verschiedene Acten, die alle diese mehrmalige Erneuerungen und zuwei:
len wohl noch mehrere in fich fassen. Auf diese Art steiget man auf verschiedenen Stu:
fen bis zumn Ursprung der berúmtesten Diplomen hinan. Es ist an sich schon nicht
leicht zu vermuten, daß die Erdichtung solcher Stücke, die von den scharfsinnigsten
und gelehrtesten Männern untersucht worden, nicht solte fenn entdeckt worden, wenn
fie Grund håtte. Ausserdem aber ist es auch augenscheinlich unmöglich, daß spåtere
Betrüger solche Urkunden nachmachen fónnen, die durch eine ganze Reihe von Acten
beståtiget worden, von welchen die lekten doch viele Jahrhunderte vor diesen Betrügern
ausgefertiget sind. Ebenso unmöglich ist es auch, daß sie alle diese verschiedenen Instrus
mente aus welchen die Merkmale der verschiedenen Jahrhunderte, nach der Verfertigung
des Originals, so unverstelt Hervorleuchten, mit so vieler Geschicklichkeit und mit so gus
tem Glück håtten verfertigen fånnen. Dies hoffen wir ausser allen Streit zu seken, wenn
wir von der besondern Art zu schreiben eines jeden Jahrhunderts handeln werden,
Von dem zehnten Jahrhundert an finden sich einige von den Papsten vidimirte Bul:
len; ob sie sich gleich, genau-zu reden, der Uusdrücke Vidimus oder Insperimus
nicht bedienet haben. Sie růcken die vidimirten Stücke blos der Långe nach in ihs
ren Bullen ein. Sie schliessen die meisten dieser Urkunden, besonders in dem zwsif:
ten und dreizehnten Jahrhundert mit der Clausel : Nulli ergo, von welcher wir in
unserm vierten Theil zu mehrern Malen reden werden. Die Påpste erneuerten aber
nicht nur die Bullen und Freiheitsbriefe ihrer Vorgänger: sondern sie bestätigten
auch die Diplomen der Bischofe, der Fürsten und der Grossen auf eben diese Ärt

,
und ertheilten ihnen eben dasselbe authentische Unsehen. Es mochte aber nun diese Er:
neuerung geschehen, von wem sie wolte : so wurde jedes vidimirte Stück in die
Acte, die es bestätigen solte, der fånge nach eingerückt.

EM

$. 200. Was die authentische Richtigkeit der von den 17orarien abgeschriebenen oder für Ansehen der ácht erklärten Stücke betrift: so ist sie an und für sich nicht so gros, als wenn ihnen Vidimus. ein Sandesherr das Siegel seiner Gewalt aufgedrúkt hat. Jndessen beweisen doch dergleichen Abschriften, daß die Urkunden zu der Zeit, da die erstern verfertiget wor: den, wirklich vorhanden gewesen, sie mögen ausserdem acht seyn oder nicht. Sie wers

den (f) Neuftria pia p. 431, Monafter, Anglic. Vol. 3. p. 26.27. seqq.

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