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Eremplar muste diesem aber in allen Stúden ånlich seyn. Folglich musten fich diefe Siegel auch insgesamt auf demselben befinden. Dýnerachtet das in Kupfer gestoche: ne Štůck eben nicht sehr schwer zu lesen ist: so wollen wir doch, weil wir es einmal so angefangen haben, in der Anmerkung einen Auszug aus der auf unsrer Kupferta: fel abgebildeten Urkunde herseßen. Doch werden wir daben die Abkürzungen weg: lassen, weil sie manchen Leser aufhalten konten (G). Der in dieser Charte gemeldete Tauschvertrag ist von Seiten des Abts zu Pontoise mit Bewilligung seines Kapitels und von Seiten des Grafen mit Genemhaltung seiner Gemalin und seines Bruders errichtet worden. Jede contrahirende Partey brachte sechs Zeugen zur Bestätigung der Ucte herben; welcher Umstand ben feierlichen Ucten sehr oft beobachtet wurde.

In der gegenwärtigen Charte wird man so wenig als in den Unterschriften nicht die geringste Verschiedenheit der Schrift gewar. Die Erzálung der Zeugen vertrat die Stelle derselben; der Authenticitát zu geschweigen, welche diese Schrift vornemlich von igrem Cirographo und Siegeln erhielt (130).

S. 441. fer Riemen ist zweimal über jegliches Siegel ge: der andern find nur einige Buchstaben von den zogen. Das Siegel des Tattbåas de Beads Worten Sigillum S. Martini übrig. mont hånget zur Linken. Der Graf litet auf (G) CYR OGRAPHV M. demselben zu Pferde und reitet im Galop. Er In nomine Sancte et indiuidue Trinitatis bat zwen Steigbügel, welche wie Rieinen ge: Amen: Notum fit omnibus tam presentibus staltet sind, und von dem Sattel herunter hån: quam futuris, quod ego MATHEVS Comes Belgen. Diese Steigbügel waren den Alten un: limontis, Helienor Comitiffa vxore mea et Phi. bekani, und wurden erst gegen das eiffte Fahr: lippo fratre meo concedentibus et GAVFREhundert üblich (2). Im zwölften pflegte man DVS Abbas Cenobii beati Martini Pontifasich ihrer schon gewonlicher Weise zu bedienen; rienfis, concedente Conuentu eiusdem loci, tali doch waren sie noch nicht algemein. Der Graf tenore commutationein facimus : Abbas et conist auf demselben mit feinem Panzer , sondern uentus dant mihi granchiam fuam de Belleio nur mit einem kurzen Habit bekleidet, von wels et nemus et oinnes terras et quidquid in eis dem bis fast auf die Erde gewisse Zierraten posfidebant, excepta decima de Fresneio etc. herunter bången, die sich mit einigen Spiken Quod vt ratum permaneat, ego et Comitiffa et endigen. Nachmals wurden aber die Zierras Abbas et conuentus auctoritate figillorum no. ten weit häufiger. Man kan hieraus das Ulter ftrorum communimus hanc cartam. Aftum der Siegel und folglich auch der Urkunden bes est hoc publice anno Incarnationis Dom. M.C. urtheilen. Auf der andern Seite dieses Sie: LXXVII. Ex parte Comitis hii funt celtes: gels siehet man die Gráfin stehend und in einer Petrus de Borenc, Tbeobaudus de Morenglo, langen Kleidung. Es war auf diesem Siegel Petrus de Roncherolis, Natalis de Baerno, Roeine Umschrift, des Inhalte, daß dis das Sie: bertus Clericus et Gauterius filius Guiardi. Ex gel der Bleonora, Gráfin von Beaumont fers. parte Monachorum, Pbilippus frater Comitis, Allein es ist so sehr beschadiget, daß auch die Guillelmus de Platea, Petrus Hisdofus, Petras meisten Buchstaben verloren gegangen sind. Das Bernuinus, Guillelmus nepos Abbatis, Gerou . zur rechten Hand befindliche Siegel der Abtey dus famulus. ju Pontoise ist gleichfals gedoppelt gewefen ; (130) Der Ursprung der Steigbügel, der von indein das Klostersiegel auf der Rückseite von den Hrn. Verfassern. in das zehnte oder gegen das dem Siegel des Abts gestanden ist. Weil es eilfte Jahrhundert gesetzt wird, ist wohl unstreitig aber gleichfals sehr beschadiget ist: ro ift anf der ein wenig zu jung angegeben. du Cange be: einen Seite nichts mehr zu erkennen, und auf bauptet in seinem Wörterbuch voc. STAFFA

(2) L' Antiq, expliq. tom. 4. part. 1. p. 77. 78.

S. 447. Wir werden nur ein einiges Beispiel vorig Gaben, unsern Lesern einen þintang: Num. 4. lichen Begrif von denjenigen Urkunden beizubringen, die auf den Seiten getheilet Auf der Sei: worden. Sie wurden da voneinander geschnitten, wo es die Stellung ihrer Ćiros te getheilte

Charten. graphen' erforderte. Ben dieser Art zu theilen kamen die Buchstaben auf den Sei: ten der Charten niemals verfehrt zu stehen. Wenn zwey Eremplare auf einem Stücke Pergament durch eine Reihe gewisser Charactere getheilet und nachmals voneinander: geschnitten wurden: so erschien die obere Hälfte des Eirograpủyi an der linken Seite des Exemplars zur rechten Hand (H). Hingegen bekam das andere Eremplar die untere Hälfte der Budistaben und zwar an der rechten Seite. Yuf beiden Stücken aber befanden sich diese Ueberschriften in ihrer natürlichen Ordnung, indem sie beide: mal von oben Kerunter giengen. Diese Arten von Charten haben die Unbequemlich: feit ben fich, daß, wenn man selbige wil abstechen lassen, man nichts von ihrem Inhalt weglassen darf ; so unerheblich auch mandjes zu dem jedesmaligen Endzweck leon solte. Die, welche wir auf unserer ersten Tafel unter Dum. 4. liefern, hat die Hes berschrift Commune cyrographum, wovon aber nur die obere Hälfte zu sehen ist. Das erste Wort bestimt die Beschaffenheit des Citograph, welches unter die Con: trahenten' zu gleichen Theilen getheilet werden solte. Uebrigens ist die Stjarte in Namen des Decani (9) und des Kapitels der Kirche zu Auferre ausgefertiget (K).

Eine

mit dem Voffius und 'inehrern Gelehrten gleich: aller Warscheinlichkeit nach auch von Steigbú.
fals, daß sie den Alten unbekant gewesen. In geln nichts werden getuft haben. Das in der
feiner Dissertation von den Waffearóden in Pi: Charte Anm.(G) vorfonimende Wort Granchia
storii Amoenit. Th. i. S. 42 merket er aber bedeutet dem du Cange voc, Granca zu Folge
an, daß fie den Meinungen der Gelehrten zu Fols ein Landgut oder Vorwerk.
ge gegen die Zeiten Constantini des grossen üb: " (H) Wir bestimmen die Seiten dieser Charten
lich geworden; und diese Meinung ist vielleicht nach dem Stand des Lesers gegen diefelben."
die warscheinlichste, wenn man den Ursprung der:
selben anders nicht noch etwas früher anfetzen den ist eine der merkwürdigsten Formelu in dieser

(I) Der Titel Decanus von Gottes Gnas mus. Seineccias de Sigillis S. 205 füret aus

Urkunde.
dem wolfgang Lazins und Sieron. Magius
Miscell. lib. 2. c. 14 folgende alte römische (K) EgO HERVEVS Dei gratia De-
Aufschrift an:

canus et torum Capiculum Antisfiodorenfis AMOR FUIT EQUO DUM ASPECTUI

O Ecclefiae. Notum esse volumus tam futu. FORMOSISS. DURMIONI' PUELLAE

ris quam praesentibus, quod dile&us frater

3 nofter Petrus de Chistriaco in capitulo no. VIRGUNCULAE SUMMO POLUORIA

ftro conftitutus fuam et quatuor arpennos PLACERE CUPEREM CASU DESILIENS

vinearum pro faciendo anniuerfario fuo PES HESIT STAPIAE TRACTUS INTERII. nobis donauit, et inde nos inuestiuit. Tali Der heil. Sieronymus gedenket derselben unter quidem conditione, quod quamdiu viueret, den Namen Bistapia und Stapeda gleichfals zu Stam domum quam vineas teneret.

Sed mehrern Malen. Von den alten Teutschen ist Regnaldus Puelle pro inueftitura domus aus dem Julius Carar de bello Gall. B. 4. z duos folidos fingulis annis Cainerario noKap. 2 betant, daß der Gebrauch der Sattel ftro perfolueret, et nos XXII denarios pro etwas schåndliches bey ihnen gewefen; daber sie m cenfu domus Letberico Baledars reddere.

mus. I. Th. Diplom.

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1

Eine Stiftung zur járlichen Feier des Gedächtnisses der stiftenden Person ist der Ge: genstand derselben. Die beiden Eremplare derselben werden in dem Text felbst Pa. ginae sub Cyrographo diuisae genant. Sie sind von dem

Robert aufgefekt und geschrieben, welcher den Titel eines Lectoris füret, mit dem Beisak, Datae per manum, welche Formel vor Ulters in den påpstlichen Bullen, und noch damals in den fåniglichen Diplomen úblich war (O). Diese Charte hat nur das einige Datum der Incarnation; es ist solches aber ausgeschrieben und nicht blos durch Zalen be: stimt. Die ganze Urkunde ist von einer Hand geschrieben worden, und hat nicht nur fei: ne weder wirklichen noch scheinbaren Unterschriften; sondern auch keine Zeugen. Da sowol das Cirograph als auch das Siegel die Stelle aller übrigen Formalităten ver: trat: ro fonte folches hier mit noch grösserm Rechte geschehen, da ich beide zu glei: cher Zeit auf diefer Charte befinden. Daß das Siegel des Kapitels beigefüget wor: den, wird in der Urkunde ausdrücklich gemeldet. Es ist en ogive und stellet den þeil. Stephanus vor, der das Evangelienbuch in der linken Hand şålt und mit ei: ner Tunica bekleidet ist, die bis auf die Fersen gehrund bis auf die Hälfte der Schen: fel auf beiden Seiten zugeschlossen ist. Dieses Siegel hat die Umschrift gehabt, Sigillum Capituli sancti Stephani Antisiqdorensis; es ist aber nichts hichr davon übrig als CAPLI SCI STEP. Es hångt übrigens an doppelten Pergamentbån: dern. Ehe wir diese Charte verlassen, müssen wir erst dem Hrn. Abt Lebeuf unsere Erfentlichkeit bezeugen, dem wir dieselbe zu verdanfen haben, und der sich alle Gele: genbeiten zu Nuße macht, der gelehrten Welt zu dienen (131).

S. 442) mus. Post mortem vero ipfius Petri, Remes fite, vna in monte Harduini; alia io via de gualdus Puelle et vxor eius domum tota vita Pede alaudae, aliae in valle fandí Petri. fua tenebunt, et XX folidos tamen in die Quod vt ratum permaneat, prefentes pagi

anniuerfarii fui nobis reddent. Perrinus nas fub cyrographo diuisas figilli noftri *vero puer, quem fupradiétus Petrus pro Sappofitione roborauimus.' Datac per me

amore Dei educauit, vineas tenebit, fub an num Roberti lectoris anno Dominicae In.
nua pensione decem folidorum. Quod fi carnaionis inillcsimo centefimo nonagefi.
praefatuin pueruin prius mori contigerit, mo primo.
quain Regualdum vel vxorem ipfius; ipse (8) Robert Xbolant, Priester , Canonicus,
vel vxor eius vineas cum domo tenebit et lector, Verfasser wenigstens eines Thals ore
XXX folidos foluet. Similiter fi Regral. Chronif von Karerre und nachinaliger Pramon:
dus et vxor eius prius decefferint; puer to stratenfer, hat diife Charte ausgefertiget. Det
rum renebit, et totam cenfain reddet. Si Titel eines Rectoris, welchen er sich beilegt, ist
autem puer vineas debita cultura non ex. · noch lange Zeit in der Kirche zu Zurerre beibe:
colerer, Regnaldus cas accipier et totam cen. halten worden. Diejenigen, die denselben faire:

famn reddet. Diuidentur vero denarii ifti ten, nanien im eilften und zwSliten Jahrhundert Canonicis, qui intererunt Vigiliis et Misse zuweilen auch die Benennung Cancellarii an.

anniuerfarii ipfius, et aliis clericis, prout Sie hatten nicht nur die Bücher, die in der Kirs nobis videbitur. Nos itaque ad preces fe- the gelefen wurden, fondern auch die Archive in pedicti Petri Reginaldum et vxorem eius ihrer Aufsicht. Sie theileten andern die alten de domo et praefarum puerum de vincis Charten mit und fertigten nelle aus. Mémoires

inn.ftiuimus; ita quod norine Capituli, concernant l'histoire d'Arxerre par M. L'abbé eas posfideant, et poft mortem illorum tam LEBEVF tom. 1. p. 800.

domus quam vineae libere ad Capitulum (131) Von der Formel Dei gratia, deren sich ► noftrum redibunt. Sunt autem vinee iste zu mauchen Zeiten auch Erzbischofe, Bischöfe,

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S. 442. Wir haben bereits in dem vorhergegangenen Artifel angemerfet, daß die unten Num. 5. getheilten Charten von der Zeit an, da man sie mit dem Siegel zu versehen pflegte, Unten gerheit: sehr selten find. Indessen wollen wir doch eine anfüren, die fowol das Eirograph te Charten. als auch die Siegel unten bat (M). Das einige Wort Cyrographum, voelches mit sehr grossen Buchstaben geschrieben ist, reichet von einem Ende der Urkunde bis an das andere. Obgleich alle Buchstaben, die getheilet werden folten, voneinander geschnitten worden: so ist doch folches nicht allenthalben nach gleichen Thcilen gesche: þen. Diese Urkunde ist ein Vertrag (9), welcher im Jahr 1150 (0) zwischen den Donchen der Abten zu Selincourt (P) und der Prior zu Aircnes, die von der zu St. Martin des Champs abhängig ist, errichtet worden. In der Urkunde selbst geschiehet nicht nur des Cyrographi sondern

aud) der beigefügten Siegel der beiden Kapitel zu St. Martin und Selincourt Meldung. Diese legtern sind ing

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Lebte und wohl noch niedrigere Personen bedienet, (N) In nomine Patris et Filii et Spiri. daß sich auch so gar einer im Jahr 1254 Iohan- rus Sandi Amen. Nota fit omnibus, tam nem Dei gratia aduocatum genant, wird an eis presentibus, quam futuris, ifta memoria. nem andern Orte dieses Werks ausfürlich gehan: lis actio pactionis , que facta eft inter fra. delt werden. Indessen fan davon nachgefehen tres Ecelesie fan&i Petri de Selincurte et mo: werden Yrabillon de re diplom. S.71 f. Sei: nachos Ecclefie S. Marie de Arenis, atque sub neccius de Sigill

. S. 69; Geisleri Dissert. de presenti cyrographo confignata, et vtriusque Titulo: nos Dei gratia; Tilesii Dissert, de sen- Capituli, scilicet fancti Martini de Campis fau. fu ticuli: nos Dei gratia ; Christoph Aug. Aique Petri de Selincurte atteftatione concesSeumanni Progr. de titulo Dei gratia iti defien' fa, et figillorum impressione confirmata etc. Noua Sylloge dissertationum Part. 2. p. 446.f. Facta est autem huius actionis pactio, anno Herrn Samuel Lenzens, ohne Meldung deffen Incarnationis Dominice M CL. Gualtero exiNamens, von Gottes and des beil. Apostol. ftente Abbate de Selincurte, et Simone fancti Stuhls Gnaden aus Magdeburgischen, Zách: Martini de Campis Priore, et Simone Priore de Fischen, Anbaltischen und andern Dipiomati: Arenis et Wicardo Priore de Selincurte, Isti bas erläutert, Salle 1748 und Pfeifinger ad funt teftes : Frater Alelmus, frater Amalricus, Vitriar. Th. 1. S.395 f.

Radulphus nobilissimus Princeps de Arenis et (M) Wir haben dieselbe demi gelehrten Hrn. fra:res eius Gualterus-ct Hugo, Engelrannus Pernot, Bibliothecarius zu St. Martin Clericus de Tostes, Nicholaus fupprior, Radul. des Champs, zu verdanken. Sie ist durch. fus monachus, Perrus sacrista. aus von einer Hand geschrieben, und ihre Schrift C YR OG RA PH V M. ist der Schrift in den Handschriften der damali: (0) Es ist merkwürdig, daß nach dem Dato gen Zeit volkominen ảnlich. Die Zahl der Zeu: der Incarnation auch die Zeitbestimmung der gea beläuft sich in derselben auf neun; worun: Ausfertigung der Charte, sowol durch die Nasfer fich ein nobilisfimus Princeps de Arenis bes men eines damaligen Abts und zweier Prioren, findet. Es ist nicht so gar felten, daß blossen die die Häupter ihrer Kldster waren, angezeiget Herren der Titel Princeps in den Urkunden bei

: worden, als auch, vermittelst der Bezeichnung geleget wird. In einer Charte der Abten Suil: eines Klosterpriors derselben Abtery, dessen ábtli: ly, die französisch von dem Hrn. Pavillon in sei: dhe Prälatenwürde, ein algeineines Datum ab: ner Geschichte Roberts von Arbrisfel, Lateis gegeben hatte. nisch aber in den Beweisschriften eben diefer Ges(P) Dis ist ein Pråmonstratenserklofter in fchichte befindlich ist, wird walther Sr. von der Picardie in dem Disces Amiens, welches Monsoreau, ein ellerchristlichster princeps heutiges Tages unter dein Namen von St. Lar. genant. Histoire de Sablé S. 153.

me bokant ift.

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dessen nicht mehr vorhanden. Es ist nur noch unten ein wenig über dem Unfang des Cirographi eine Defnung zu sehen, welche für die Bänder von zwen oder drey Siegel groß genug ist (2). Es ist aber nur noch ein Band übrig. Uebrigens ist es un: streitig, daß man, als die Charte verfertiget worden, noch ein andres werde dadurch gezogen haben.

S. 443. Num.6. Die Indenturen sind zu Paris fo felten; daß wir weder in dem königlichen Indenturen Schatz von Urfunden, noch in der königlichen Bibliothek (R), noch auch in ðer be: mit Cirograc rúmten Samlung des Hrn. de Clerembaule eine einige auftreiben fónnen. Da fie phen,

fun in England häufiger gewesen, fo haben wir uns Müße gegeben, eine ausfindig zu machen, die daselbst verfertiget worden. Der höfliche Hr. Pernot hat uns eine ohne

Dato bekant gemacht, die aber um das Ende des dreizehnten oder mit dem Anfang des vierzehnten Jahrhunderts aufgesegt feyn mus (S). Hr. Doel le Gouf, Pros cureur von Marmoutiers, hat uns aus dem Copialbuch dieser Abten, welche viele Güter in England þatte, zwen Urkunden dieser Art zukommen lassen. Damit wir nur allein das notwendigste beibringen: fo wollen wir unsern Sefern nur die älteste dieser Indenturen, die in den Anfang des dreizehnten Jahrbunderts gesegt werden mus, als ein Muster vor Augen legen. Man erblicket auf derselben einen Theil von den Buchstaben des Worts Cyrographum. Sie enthält einen Vergleich (T), der im Jaht 1228 (u) in Gegenwart zweier von dem Papst abgeordneten Richter (4) zwischen dem Prior und Convent zu neuport in England und dem Abt und Eon: vent zu WJarmoutiers errichtet worden. Die letztere contrahirende Parten wurde in Betrachtung der Unterwürfigfeit

, welche die englándische Prioren der französis schen Ubten, von welcher fie abhieng, leisten muste, durch einen Gevolmachtigten vor:

gestellet, (0) Es ist etwas fehr merkwürdiges, daß et de fancto Oswalds, Gloceftriae Priores, quam Hvery Siegel zugleich durch eine einige unten an et di&i procuratoi, Prior et Conuentus Signa der Urkunde gemachte Defnung befestiget tor: noftra duximus apponenda. · Adum anno Do. den.

mini M. CC. XX. octauo die louis proxima (N) Es finden sich zwar einige Indenturen in poft feftum fancti Dionisii, apud Dunstaple. der königlichen Bibliothet ; sie sind aber sehr (u) Das Jahr 1228 ist in romifchen Zaten neu.

ausgedruckt, ausgenommen octauo, als welches (S) Sie hat nur ein Siegel, auf deffen einen ausgeschrieben ist. Anstat den 13ten October zu Geite man die Worte liefet: † Sigillum Henri- bezeichnen, ist der Monatstag so beftimt: den ci de Traci. Die Rückseite, wo das Gegensiegel nåchsten Donnerstag nach dem Sefte des beil. befindlich ist, hat die Aufschrift, † Hoc fecreti Dionysius. Die Benennung des Dris ning vi fac. Es ist dis ein Beispiel, da das Siegel endlich die letzte Stelle ein. der einen Parter auf das Eremplar der andern (2) Die Grusforinel aeternam in domino gefetzt worden.

falutem, deren sich hier ein Archidiaconus und (I) C Y ROG RA PHV M. Prior bedienen, könte befremdlich scheinen : irenn

Vniuerfis fidelibus, ad quos praefens seri- wir nicht in einer Originalindentur Den ánlichen ptum peruenerit, R. Prior de Dunstaple, et J. Grne zweier englåndifdhen Prioren falutem in Archidiaconas Bedefordienfis aeternam in Do. Domino fempiternam angetroffen hatten. Sie mino falarem. Nonerit vniuersitas vestra erc. ist vom Jahr 1267, und befindet sich gleid sals Et in huius rei testimoniam huie feripro in mo. im Archiv zu warmoutiers. dum cirografi confe&to cam nos et de lentonta

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