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Formeln u Gebräuchen in den Diplomen u. Urkundender Kaiseric 327

billon; eins ist von Clotar 2. und das andere von Dagobert I. und noch zwey 1 andere in der Geschichte (n) der Abtey zu St. Germain des Pres; nämlich das Vermächtniß des Dagoberts, welches weder Zeitangabe noch Unterzeichnung hat, und ein Diplom Theuderichs 2. Jedoch sind diese Stücke blos aus den Copialbüchern entlehnt, worinnen man um der Kürze willen zum öftern die Anfangs- und

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S. 489.

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Die Indiction war (w) in England auch ge: Man trift den Beweis dazu an in einigen Diplomen der Könige (M)

Lothars und Ethelberts. Dieser bringer folgende Zeitangabe an: Mense aprilio

sub die IIII. kal. maias indictione VI.

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Das Jahr fing zu Weihnachten an, da hingegen in Frankreich

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Man lieset darinnen den Eingang einer Schenkung, welche anfängt in (r) nomine sanctae Trinitatis, und einen andern, welcher anfängt: Mundi terminum ruinis

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Eine Anzahl Kaufbriefe und andere

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(M) Da diese zwo Charten nicht von der christlichen Jahrzahl datirt sind, so schließet der Doctor Hickes kühniglich daraus, die Römerzinszahl wäre im 7den Jahrhundert allein üblich gewesen. Er siehet es als etwas sehr ungewisses an, daß die christliche Jahr zahl damals in die angelsächsischen Diplomen eingeführet worden sey; aber in Ansehung

des Anfangs des 8. Jahrhunderts zweifelt er

nicht daran. Hierinnen widerleget er den Spelman und U73rshon, welche behauptet haben, die christliche Jahrzahl wäre kaum zur Zeit Warls des großen bey den Eng: ändern gebräuchlich gewesen.

(x) Dsceptatio 2. Pag, 91.

(N) Der P. Germon hat daher nach sei: ner Gewohnheit die Welt äffen wollen, wenn er vorgegeben hat (x), unter Clotat 2. habe man keine Schenkungen wie Briefe einge: richtet, sondern wie Vermächtnisse. Eben als ob beyderley Einrichtung nicht auf einmal, zu gleicher Zeit und an eben den Orte hätte beobachtet werden können. Die Schenkungsurkunden für die Kirchen hatten eben so viel Gültigkeit als die Vermächtnißbriefe, und dieß ist vielleicht die Ursache, warum sie zum öftern davon den Namen führen.

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in Dei nomine ille etc. Die Acte, in welcher man die Stadtgerichte bat eine

Schenkung in die öffentlichen Protocolle eintragen zu lassen, fängt mit der Zeitangabe an: Anno illo, regnante Rege illo, sub die illo, in civitate illa, adstante viro

illo Jaudabili Defensore et omni curia illius civitatis, vir magnificus ille Pro

secutor etc. -

S. 491. Hr. Baluze führet (y) eine Urkunde an, die charta ambaginalis oder am- Was charta bagibalis heißt, davon er weder die Beschaffenheit noch den Inhalt erkläret. Wir Ä haben davon in unserm (z) ersten Theil gehandelt, ohne deren wahre Bedeutung ange- Ä Äs ben zu können. Izt dünket uns die charta ambagibalis oder ambaginalis eine ge- ). - gegenseitige Schenkung zu seyn zwischen Mann und Frau zum Besten desjenigen, welcher den andern überleben würde, oder eine Theilungsacte breve, oder charta divisionalis. Das Wort ambaginalis könnte von ambo und agina hergeleitet werden, welches eine Frau bedeutet: vielleicht nennte man nur diejenige charta ambaginalis, welche von einer Frau zwischen zwo Personen oder Kindern gemacht worden, nebst der Zurückhaltung eines Antheils, davon der Nießbrauch vorbehalten worden.

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(p) Miscellan. t. 3. p. 168. (z) S. 311. f. § 330. (a) De re diplom.
Pag-464. (b) Annal. Bened. tom. I. pag 686. (c) bid. Pag.704.
(d) PER ARD. P.7.

Diplom. 8ter Th, Tf

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S. 493.

Man bringt in den Privatcharten dieses Jahrhunderts die Anathema, Verwünschungen und Geldstrafen an, wie man aus der 1. 2. 4. und 6. Formul des zweyten Buches des Warculphs und aus den folgenden Acten sehen kann. Das Vermächtniß der Frau Ermentrude, das zu Paris nach den (P) römischen Gesetzen gemacht worden, spricht einige Anathema wider diejenigen aus, welche den Willenserklärungen der Stifterinn des Testamentes zuwider handeln würden: Siquis (f) contra hunc testamentum venire voluerit aut voluntatem meam in aliquo corrumpere temptaverit, a communione omnium sanctorum et a limenebus ecclesiarum efficeatur extraneus et insuper ante tribunal Christianathimatus permaneat. Der Tauschbrief über unterschiedliche Ländereyen, welche der Frau Theodilane gehörs ten, setzet eine Geldbusse (Q) von zehen Pfund Goldes und zwanzig Pfund Silbers auf denjenigen mitschliessenden Theil, welcher die Bedingungen des Vertrags nicht erDie Theilhaber verbunden sich bey dem Vater, dem Sohn und Ä - Zs

VII. Drot hungsformeln in den Privatcharten.

füllen würde,

(e) Bo U QUE T , t. 4. p. 666. (f) Supplem. dere diplom.p. 94.

(O) Die Minderjährigkeit des Königs Chlodewtchs 2. unter der Regierung der KoniginntTanthilde ist der Ursprung und der Zeittermin der Macht der majorum domus. Aber so uneingeschränkt auch ihre Macht, und so groß ihre Gewalt war, deren sie sich über die Könige anmaßten, so behielten doch diese Fürsten allezeit das Aeußerliche von ihrer Gewalt; alles geschahe unter ihrem Namen,

und man datirte die Acten und die Diplomen

von den Jahren ihrer Regierung. Wir ha:
ben verschiedene Beyspiele davon, und Herr
Maissette führet (y) eine Acte der Abtey
Moissic an, die vom 7. Jahr der Regierung
Cheuderichs datirt ist.
(P). Man lieset darinnen die Formeln des
römischen Rechts: lta do, ita ligo, ita testor,

Ky) Hist, de Lang t. 1. P. 362.s

ita vos mihi, Quirities, testimonium perhibetote; c1ter 1, citeraeque proxim , proximaeque exheredis mihi e stote: proculque habetote. Si quae liturae vel caraxaturae in hoc testamento meo sunt, ego feci, fierique praecipi, dum mihisaepius volui recenseri.

(Q) Quod (z) s qua pars de placito resllirevoluerit, aut contra supra scripta definitione ambulare conaverit, inferat parte statuta, serviant una cum fisco auri libras decem, argento pondo viginti, et ha-c convenientia inter ipsis conscripta nullo unquam tempore per nullo ingenio possit cassari, sed perpetualiter firma et inviolata permaneat, stipulatione subIl1X3.

(z) De re diplom. pag- 464.

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Tt 2
(h) Pag. 7. Z.

S. 494.
Kg) Supplem. dere diplom P. 47. (i) BoU QUE T s

t-4 p. 667.

(R) Si (a) quis vero, ( quod futurum esse non credo) siego ipsa autalequide heredebus vel proheredebus meis, vel quislibet oposeta persona contra praesentem deliberationem venire conaverit; iram sancti Trinetatis incurrat, et alemenebus sanctarum ecclesiarum excommunis apariat, et insuper inferat socio fisco auri librasyiginti, argentipondo quinquaginta, nec sic valiat vendecare quod repetit. Et se - alequide heredibus nostris a diae praesente deliberacione nostra, quod divina pietas nos facere Commonuit, infrangere voluerit; res quas de

(a) De re diplom. pag.468.

hereditatis nostrae ad ipsum pervenire potuerant, amittat, et ad praedictum sanctum monastirium perveniant, et ibidem semper proficiat in augmentis, et haec deliberacio omne tempore firma et inviolata permaniat. (S) Et (b) ut epistola hujus donationis firma permaneat, Bitiricus in conventu nobilium in prxsentis Regis Domini nosti Childeberti relecta, et Parisius civitate in monasterio sancti Vincentii die sexto mensis aprilis super altare sanctae Crucis posita anno tertio ejusdem Domini nostri Childeberti Regis.

(b) Supplem. dere diplom. P.95.

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