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Anfang der Privatchar: ten in Italien mit der Anru fung und dar: auf folgenden Zeitangabe von der Re: gierung der Konige oder Kaiser.

VIII. Ver: schiedene For: meln der Privatchar tell. Drohungsformeln mit

§. 75.

In Jtalien hatte man den Gebrauch die Privatcharten mit einer Anrufung anzufangeu, die die Zeitangabe von der Regierung der Könige oder der Kaiser nach sich hatte. Ughelli hat eine Acte vom Jahr 812. bekannt gemacht, die zu Gaeta genehmiget worden, deren Anfang also lautet: In nomine Domini nostri Salvatoris Jesu Christi: imperantibus Domino nostro pilimo Imperatore Augusto Michaelio et Theophilo magnis, pacificis Imperatoribus, et post Corsuiatus eorum anno decimo, mense januaro, die XI. indict. VIII. In Deutschland

fangen die Charten gemeinglich mit den Zeitangaben an: Anno (l) Domnica In

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mer Charte vom Jahr 894, die in dem Italia sacra des Ughelli bekannt gemacht

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fettes,

Der Graf Wilhelm bittet in der Schenkung, welche er im Jahr 804 an die

Abtey zu Gellone machte, den Allmächtigen, Rache an einen jeden zu üben, welcher

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Jahr

C) commentar dere diglom. tom. 1.

Piscarum (x)legum et Imperatorum et Consulum decrevit auctoritas, ut qualiscumque persona ex nobili ortus genere ressuas in alieno jure transferre voluerit, tam in ecclesis quam et in aliis hominibus, per cartas codicillos et legitimas traditionis licentiam habeat faciendi. Quamobrem ego in Dei nomine Raimundus divina annuente gratia Comes et Marchio etc. (Q) In nomine Domini nostri Jesu Christi. Guido grandi divina ordinante providentia Imperator Augustus, anno Imperii ejus Deo propitio IV. sed regnante Lamberto filio ejus Imperatore vero III. sed a tertia die mense maiiper indictione XII. Ideoque ego Adelbertus Comes de Aprutio etc.

- Y.
(x) VAIsETTE, tou. I, col. III.

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Formenu.Gebräucheninden DiplomenuUrkundender Kaisera rs

- # 840, worinnen er die zeitlichen mit den geistlichen Strafen verbindet wider seine zeitlichen und

- Erben und jederman, welcher darein Eingriffchun würde. Anfänglich verurcheilet er geistlichen sie (n) an das Kloster und an die Kammer zwanzig Pfund Goldes und hundert Pfund S"Silbers zu zahlen; hernach wünschet er ihnen den Fluch GOrtes, den unglücklichen Ausgang der Rotte Korah, Dachan und Abiran und des Verräthers Judas, des Caiphas und mit dem Anania und der Sapphira, die ewigen Flüche der Apostel St. Petri und St. Pauli. Man setzet nur Geldstrafen in den meisten Charten, un: ter andern in (R) des Grafen Bernhard seiner für die Kirche zu Brioude. .

§. 577.

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Man bringt verschiedene Zeitangaben an, darunter die gewöhnlichste die von der

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Gellone von dem Grafen Wilhelm gemachte Schenkung datirt (W).

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(a) De re diplom. p. 529. (b) Ibid. P.543. -- (c) Pen ARD, p. I4-
(e) VAIs SET TE, ht. de Lag tom. 1. co. 32.

Ibid. 157.

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Könige datire. Der P. Lobineau (g) hat unter andern einen Kaufvertrag bekannt

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"des Königs Karlomanns, da Jesus Christus regierte, und da man einen "König erwartete. Die Zeitangabe anno defunctionis Karolomanni Regis wurde auch in den Privatcharten Burgundiens angebracht unter den Unruhen, welche en der Nachsolge dieses Fürsten entstanden. Nach dem Tode des Königs Budes, der im Jahr 898. erfolget, datirte man von der Wiederherstellung der Regierung Karls des einfältigen. Data (v) VIII. kal. juniis, indict. VII. mense primo obeunte Odone quondam Rege, redintegrante sedem regni Caroli Regis. Die 7. Indiction trift nicht mit dem Jahre 898 zusammen, welches das erste der Wiedereinsetzung Karls des einfältigen ist. Dieser Fürst wurde nicht durcht gängig in Aquitanien, Septimanien und der Mark von Spanien erkannt. “Denn (w) wir haben eine Urkunde von der Abtey zu Moncolieu im Kirchensprengel "von Carcassone, die vom 22. Hornung, im ersten Jahr nach dem Tode des "Königs Eudes, da JCEsus Christus regierte und man einen König erwar: "tete, datire ist; und Wilheln der gottselige, Herzog in Aquitanien, Markgraf in Gothien und Graf von Auvergne datirt eine seiner Charten vom Monat May des Jahrs des Absterbens des Eudes des Königs der Franzosen und der Aqui"tanier." -

- - §. § 8 r.

Zeitangaben Die Layen datiren bisweilen ihre Acten von den Jahren des Herrn. Man trift in derselben ein Beyspiel davon an (M) auf der Charte über die Stiftung des Klosters zu BonneÄer, val bey Castel Sarrasin ÄEngland so Zeitangabe von der Menschwerdung - j Ä“ ganz gemein. Sie wird daselbst (Z) mit der Römerzinszahl verbunden angetroffen. Fej Die Angelsachsen datiren auch von dem Kaiserthum ihrer Könige: imperii autem Sonntagen Coenulfi regis XV. anno. Unter den Privatcharten giebt es deren einige, welche L. M. M. blos von dem Ort datirt sind, und andere, welche gar nicht datirt worden. Die Zeitangabe von den Festen und vom Sonntage ist darinnen nichts seltenes. Mitten in diesem 9ten Jahrhundert fängt der Gebrauch der Concurrente und des termini paschalis in den Zeitangaben der Privatpersonen an. Es giebt Acren, die von der Regierung des Kaisers datirt sind, ohne (r) den Tag und den Monat zu bemerken. Die rauhe Schreibart der vorhergehenden Jahrhunderte zeigt sich noch in vielen Di- plomen und Charten des 9. Jahrhunderts. Diejenigen welche man pariclac nennte

waren damals üblich.

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