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In dem 6. Schluß der Kirchenversammlung zu Rheims, die im Jahr 1148 gehalten worden, bey- welchem der Pabst (Eugen 3. den Vorsitz hatte, wurde den Schirm: voigten der Kirchen anbefohlen, von ihnen nichts zu nehmen über ihre alten Besoldungen, weder selber noch durch ihre Untern: aber diese Schlüsse thaten nur wenig oder gar keine Wirkung. Man lieset in einer Charte, die gegen die Mitte des 12ten Jahrhunderts erteilet worden, daß Arculph, Herr zu Comburg, Fahnenjunker oder Schirmvoigt von St. Samson, des Schutzheiligen der Domkirche zu Dol, begehret habe, mit den Ländereyen und Vasallen des Bisthums, währender Erledigung des Sitzes zu schalten und zu walten. Eine von den Verordnungen Pabst Gregors Io. die in der allgemeinen Kirchenversammlung zu Lyon vom Jahr 1 274 bekannt gemacht worden, verbietet bey Strafe des Bannes einem jeden, wes Standes ersey, von neuem der Schiringerechtigkeit sich anzumaßen, um unter diesem Fürwand sich der Güter der erledigten Kirchen zu bemächtigen. Was die anbelangte, welche kraft der Stiftung der Kirchen oder vermöge eines alten Herkommens im Besitz dieses Rechts sich befanden, so ermahnet die Kirchenversammlung, solches nicht zu misbrauchen, weder durch Ausdehnung ihrer Nutzungen, noch durch Verschlimmerung der Grundgüter, die sie verbunden wären zu erhalten. Man sahe im 13. Jahrhundert adliche Geschlechter (r) sich der Schirmgerechtigkeit zum Besten einiger Klöster entsagen. Im folgenden wurde der Name und das Amt der Schirmvoigte ausgetilget; jedoch kamen die wenigsten Lehen und Einkünfte, welche die Herren unter diesem Namen besaßen, wieder zu den Tafelgütern, davon sie genommen worden waren,

S. 81. IV. Bedeu

Vor der Mitte des 8. Jahrhunderts wurde der Name Monasterium, mou- Ä O«

tier, MJünster keinen andern Kirchen als der Mönche ihren gegeben; jedoch wurde j, solcher seit ihrer Einführung in die (U) Domkirchen und der Einsetzung der Gemein- Abbatia. heiten der Geistlichen unter den Regeln des 3. Chrodegan, und der Kirchenversamm-Ä lung zu Aaken auch den weltlichen Kirchen beygelegt. In den folgenden Zeiten wur- Äs den die Kirchen, auch sogar die Pfarrkirchen, Monasteria oder Münster genennet, jj nnd dieß ging folgender Maßen zu, derts bedeu:

- tet habe. S. 82.

An den Orten, wo die Mönche Ländereyen hatten, baueten sie Kapellen, worinnen Wases nach diejenigen, welche man dahin schickte, Gottesdienst verrichteten. Daher rühret der Ä“ be Ursprung der kleinen Klöster, die anfänglich Zellen und hernach Prioreyen *# e, - - I.

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S. 83. Vor der Mitte des 8. Jahrhunderts bezeichnet der Name abbatia oder monasterium, wenn er einer Kirche beygelegt wird, und der Titul Abbas, wenn er von demjenigen, welcher das Haupt derselben war, angenommen wurde, beständig eine Klosterkirche. Wir wollen die Kirche zu St. Germain l'-Aurerrois vor uns nehmen. Solche hatte nicht nur einen Abt im 7. Jahrhundert, das ist, ehe dieser Name von Layen und weltlichen Geistlichen geführer wurde; sondern sie wird auch eine Abtey genennet in den ältesten Denkmälern. Die Gelehrten haben daraus ge

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S. 88.

unterschrei. Die Achte und die Mönche fingen seit dem Jahr 734 an die Acken über die

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Schenkungen, die man ihren Klöstern machte, als Zeugen zu unterschreiben. Man - - hat

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