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Chartäde Wenn die Könige verschiedene Arten von Eiden von ihren Unterthanen fordert

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§ 318.

Die königlichen Diplomen, die hierauf ausgefertiget wurden, nnd worin der Fürst ein Urtheil nach Masgebung dieser Berichte zu sprechen pflegte, wurden auf das späteste im neunten Jahrhundert Panchartá genant. Die Fürsten bestätigten darin überhaupt den Besitz aller derjenigen Güter, wovon die Urkunden waren verloren gegangen (). Diese Diplomen enthielten anfänglich kein Verzeichnis aller Ländereien, Gerechtsamen und Freiheiten derer, zu deren Behuf sie ausgefertiget wurden. Wenn man die Pancharte Ludwigs des gütigen, die beim du Cange

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ange:

(z) MABILL oN de re diplom,

komme, dagegen aber die Ausdrücke Protectio, Defensio und Tuitio desto häufiger an dessen Statt gebraucht werden. Die vielen Misbräuche, welche sich sonderlich in den unruhigen Zeiten Deutschlands bey dergleichen IT und burdschaften einschlichen, gaben Anlas, daß Kaiser Friedrich 2, Rudolph und andere sehr scharfe Verbote ausgehen liessen, daß sich niemand in das Mundiburdium eines andern als des Kaisers begeben solte. Daß auch die Päpste gewisse Kirchen und Orte ihr Mundiburdium angedeihen lassen, erhellet aus einem Briefe Johannis 17, wo es vom bambergischen Bistum heist: Sit ille episcopatus liber, et ab omnipotestate extranea seeurus, RoMA Notantum MVN DIE V R DI O subdirus. Eine solche Charta de Mundiburde heist in einem Diplom Kaisers Lotharii in Gattulä access. histor. Cafnens Th. r. S. 33 auch Praeceptum mundburdi: s quishuius nostri PRA ECEPT I confirmationis seu MVN DB V R DI tuicionem aliquando infringere conatus fuerit, seiat u. s. f. die vorhin angesürfe Commentatio des Herrn Srey de Muntmannis, quafimul quid Mundehardium fuerit vberius ostenditür, welche zu Uürnberg und Altorf 1749 in 4 herausgekommen, ist lesenswürdig und hat diesen Gegenstand beinahe erschöpft; welcher man nach Saltaus Glossar. S. 1373 f. beissgen kal,

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(a) MARCVLF. form. 1. 1. c. 33. 34. s1R MoND. cap. 7. (b) MA** oN dere diplom, p. 4. n. 3. (c) BALvz. Capitul. tom. 2. P. 3) M ABILLON de re diplom. 29. (d) Concil. LABB. tom. 3. p. 607.6

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Bewerkstelligung einer so wichtigen Sache zu bewegen. Nachmals verknüpfte man

keinen andern Begrifmit den Berichtschreiben, als den wir noch heutiges Tages von

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" "einem gewissen Gebrauch bestimt, als z. B. zu den Lichtern in der Kirche, zu, - der Domherren und Mönche, für die Krankenstube eines Klosters §. 32 I.

„ Die Charta confertoria, welche Herr du Cange unter dem Worte Charta anfüret, ist nichts anders als eine Schenkung. Offertionis Carta und Chartula Ä eben nichts anders. Diejenigen Aeten, worin jemanden eine Sache auf wig bertragen wird, kommen mit diesem Begrif gleichfals überein. Von dieser rt ist oUrkunde vom Jahr 1072, welche sich nennet cartula iudicati et offer**Perpetualis transfersionis (f); imgleichen eine weit ältere Schrift, die

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Charta Tra: ditionis.

len noch die Jnstitutionenn Doni hinzufügen, welche keine andere Bedeutung hat;

in den Unterschriften dreimal genant wird, cartula refusionis, transfersionis, per.... petualis transactionis (1). Ebenso mus man auch unter die Schenkungsschriften rechnen eine Urkunde des heiligen Serdinand, Königs von Castilien, Toledo, Leon und Gallicien, die er bald donationis pagina, bald aber auch carta donacionis, concessionis, confirmationis, stabilitatis nennet (m). Nicht weniger gehöret hieher ein Stiftungsbrief in dem Gallia christiana der Herren von Sainte Marthe, welcher in der Schrift selbst Corroboramentum genant wird (n). Wir wol

welches auch von den meisten Traditionsbriefen oder Charten gilt. Die Formen des Sirmond (o) und Lindenbrog (p) enthalten zwey Stücke, welche sowolindt Aufschrift als auch in der Urkunde selbst Traditiones genant werden; die aber bei

derseits von der eigentlichen Schenkung nicht verschieden sind. Sie betreffende

Heiratsgut, was der Bräutigam seiner Braut vor der Hochzeit verschreibe und

dies wird in Bignons Formeln, die nicht nach dem achten Jahrhundert versetzt seyn können, eine Donation genant. Es giebt noch andere Beweise, daß mit den Chartulis Traditionis zugleich der Begrif der Schenkung verbunden ist (). Hin gegen finden sich auch Urkunden, welche traditoriä oder Votitiä Traditionsg“ nant werden und andere Schenkungsbriefe oder Charten, oder auch Kaufoerlös voraussetzen (r). Ueberdem gab es einige, welche Vindicariones Traditio genant wurden. Es waren solches Handlungen, worin die geschenkte Sache" beschenkten Personen auf eine gerichtliche Weise versichert wurde. Wir wollend s se Arten von Schriften insgesamt nach einander erklären,

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