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und mit Zuziehung des weltlichen Arms in allen solchen Fällen bedienet, deren e s - l S

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ne, purpurfarbene, rote, grüne und blaue Dinte in den Handschriften zwar häufig, in

den Urkunden aber nur selten vor.

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derjenigen Bücher aufbrachte, bey welchen man die Purpurfarbe, Gold und Silber - AU

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auf eine recht verschwenderische Art angebracht hatte (A). Er zog daher auch seine Bücher denselben vor, als welche bey einer ungekünstelten Einfalt, den Text der heili gen Schrift weit genauer und richtiger enthielten. (181).

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Es würde eine unendliche Arbeit seyn, wenn wir ein Verzeichnis solcher Hand schriften liefern wolten, welche in den Archiven der Kirchen und in den berümtesten

Bibliotheken noch wirklich vorhanden sind, und zu einem Beweis von dem Geschmack

des Altertums an dergleichen Schriften dienen. Die ältesten Evangelienbücher und

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(t) MABILLON de re diplom. p. 43. 44.
(r) Chron. Göttw. p. 1 .

6. 7.

(A) Der Verfasser des Gesprächs zwischen ei: nem Clunisten und Cistercienser, welches dem

Bernhard Pez zu Folge einen teutschen Cister

cienser, Namens Jringus, so um das Jahr 1160
geschrieben, zum Verfasser haben sol, eifert wi:
der einen Misbrauch, so lange nicht so erheblich
ist, als derjenige, den der heil. Zieronymus ta:
delt. Er bestand blos in den goldnen Anfangs-
buchstaben. Indessen treibt der Cistercienser
seinen Eifer für die Einfalt und Armut so weit,
daß er die Arbeit, das Gold in Staub zu verwan:
deln, um die grossen Anfangsbuchstaben damit
malen zu können, für eine vergebliche Beschäfti:
gung hält: aurum molere et cum illo mollito
magnas capitales litteras pingere; quidestnis
inutile et otiosum opus? Wir haben diese An:
merkung den Mauritius Poncet zu verdanken,
welcher bey der Ausgabe vielervortreflichen Wer-
ke und besonders bey der gelehrten Geschichte
Frankreichs hülfreiche Hand geleistet hat, wel:
che letztere Arbeit er auch nach dem Tode des
Hrn. Rivet mit vielen Ruhme fortsetzet.
(181) Zieronymi Stelle lautet indessen Vor:
bericht zum 5iob folgender Gestalt: Habeant
qui volunt veteres libros, vel in membranis

latei:

(u) MoNT FAV C. Palaeogr. Ps

purpureis auro argentoque descriptoo, vcv
cialibus, vt vulgo aiunt, litteris oner mag
exarata, quam codices: dummodomihimei so
que permittant pauperes habere schedulos, e .
non tam pulcros codices, quam emendo;
und in dem Briefe an den Eustachius drückt er
sich so aus: Inficiuntur membranae colorePo
pureo; aurum liquescit in littera. Beim
Mabillon derediplom. S. 43 f in dem Chro
nic. Gottwic. Th. 1. S. 15. und in Bur
Gotth. Struvii Diss de criteriisMstorum"
den mehrere Beispiele von solchen Handschrift
die mit goldenen Buchstaben versehen sind so
gefüret.
(B) Die VV. tnartene und Durand gede
ken in ihrer zweiten gelehrten Reise S. 17
einer volkommen schönen Handschrift von
Tert der Evangelienbücher, welche der Kai
Ludwig der fromme der Abtey St. Medard
Soissons geschenke. "Diese Handschrift
" gen sie, bestehet aus goldenen Uncialbué
"ben. Die Seiten sind allemal inzweySo
"ten gethelet, aber mit so vielem Fleis und
o vieler Kunst verfertiget, daß nicht zwcy"
"ander änlich sind.

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