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Inhalts-U e bersicht.

Beurtheilende Anzeigen.

Biographie S. 102. 158.
Classische Alterthumskunde S. 22. 193.
Geschichte S. 31. 92. 281. 343.
Jurisprudenz S. 9. 258. 321.
Länder- und Völkerkunde S. 214. 277. 332.
Linguistik S. 65.
Literaturgeschichte S. 313.

Literatur des Mittelalters 69.

Medicin und Chirurgie S. 138. 266.
Naturwissenschaften S. 151. 204.
Philosophie S. 17.
Schul- und Unterrichtswesen S. 37. 219.
Staatswissenschaften S. 82.
Theologie S. 1. 129. 185. 249.

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Ein alphabetisches Register wird am Schlusse des Jahrganges dem vierten (68.) Bande beigegeben werden.

Theologi e.

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(3051) Die patriarchalischen Verheissungen und die messianischen Psal-

men. Von Geo. Karl Mayer. Nördlingen, Beck. 1859. III u. 232 S. gr. 8.

(1 Thlr.)

Aus dem kurzen Vorwort erfährt man, dass nach zwei Ab-

handlungen desselben Vfs. „über den Glauben an Gott den Vater,

den allmächtigen Schöpfer, und an Jesus Christus, seinen eingebore-

nen Sohn,“ das vorlieg. Schriftchen das dritte in einer Reihe selbst-

ständiger, in sich abgeschlossener Tractate ist, welche aber einen

inneren systematischen Zusammenhang haben und in wissenschaft-

licher Aufeinanderfolge den christlichen Glauben umfassen sollen.

Darüber dass es dann hätte das zweite sein müssen, wollen wir

mit dem Vf. nicht rechten. Der Inhalt, über welchen eine vor-

oder nachgedruckte Uebersicht vermisst wird, ist folgender: Nach-

dem „1. die Vorhersagungen als Grundlage des Glaubens an Jesus

den Gesalbten“ im Allgemeinen kürzlich beleuchtet worden sind,

wobei S. 5 ihre Möglichkeit aus dem Dasein und Wirken der gött-

lichen Vorsehung abgeleitet, ihre Wichtigkeit aber für den Glauben

mit den Worten des alten Apologeten Justin belegt wird, beleuchtet

der Vf. 2. das Protevangelium, die erste gute Kunde, mit ziemlicher

Ausführlichkeit und mit Rücksicht auf den Grundtext und die alten

Uebersetzungen (S. 6--22) und auf gleiche Weise: 3. den Wahr-

spruch des zweiten Stammvaters (Noah über Sem, Ham und Japhet),

4. die Verheissungen an Abraham, Isaak und Jakob, 5. den Segen

Jakobs, 6. Balaams Wahrsagung vom Stern aus Jakob, 7. 'Mosis

Weissagung vom zweiten Moses, 8. die dem David gegebene

Zusage Gottes vom Sohne Davids, 9. die letzten Worte Davids

(- S. 77). Es folgen II. die messianischen Psalmen, in eigener

Uebersetzung, unter charakteristischen Ueberschriften z. B. ,,3. das

Programm der Auferstehung (Ps. 16), der Leidenspsalm (Ps. 22),

das Brautlied des Gesalbten (Ps. 45)" mit beigegebenen Erklä-

rungen und Anwendungen. Völlig verborgen scheint dem Vf. die

Vereinbarkeit zeitlich directer Beziehung der heiligen Texte und

dessen, was das N. T. ihre „Erfüllung nennt, indem der Herr

selbst, der vom Geiste der Weissagung Bezeugte, sagt: dass es

„im Geiste“ geredet sei (vgl. Hoffmann, Weisságung und Erfül-

1859. III.

1

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sein".

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lung, und den Nachweis ihres Verhältnisses am Beispiel des 110. Ps. in der Schrift: „das Leben des verklärten Erlösers im Himmel“ von Hasse S. 131 ff.). Er statuirt ausschliesslich, auch in der Subjectivität der Concipienten, eine schlechthin unvermittelte Beziehung auf den Messias, die er seltsamer Weise, nicht ohne Selbstwiderspruch, die allegorische nennt. „Alles muss eine höhere Bedeutung haben, der Ps. muss allegorisch verstanden werden“ (161). Im Schlusswort S. 230 f. wird kürzlich auf das harmonische Ganze zurückgewiesen, welches die erklärten sechs ausserordentlichen Gesänge: „zwei Königspsalmen, der 2. und 72., zwei Priesterpsalmen, der 16. und 22., und zwei, die zugleich Königs- und Priesterpsalmen sind, der 45. und 110.“ bilden, und wie beispiellos das Zusammentreffen der darin niedergelegten Momente entgegengesetzter Art: ,,Leiden und Sterben, ewig Herrschen und Gott

an Einer Persönlichkeit der Weltgeschichte“ sei. Die übrigen prophetischen Psalmen beträfen nicht zunächst die Person des Gesalbten, sondern die künftigen Geschicke des auserwählten Volkes, und würden erst recht verständlich aus den übrigen Propheten. Daher wird hier von ihnen, wie von den letzteren abgesehen. Nach den eigenen hermeneutischen Principien des Vfs. durfte aber wenigstens der 47. Ps. und seine Ausführung im 68. Ps., wegen der ,, allegorisch“ die Himmelfahrt Christi vorausahnen lassenden und in ihr erfüllten Stellen (Ideen ,, im Geiste“), nicht fehlen, sondern würde das harmonische Ganze erst wahrhaft vollendet haben; falls dazu nicht ausserdem ein und der andere Psalm gehört, worin ausser dem hohenpriesterlichen und königlichen auch das in der Zeit beiden vorangehende prophetische Amt des Gottmenschen als Messias präformirt zu erblicken ist, in ausgeführter prophetischer Parallele zu Ps. 22, 23. vgl. Joh. 20, 17. Dass übrigens, um aus dem Detail etwas zu erwähnen, Ps. 45, 7. nach Hebr. 1, 8. eine Anrede Gottes an den Messias sein soll, müssen wir schon nach Hebr. 1, 7., wo Gott ebensowenig der Redende ist, bezweifeln; man müsste denn dem dort gebrauchten réyet aus Apg. 1, 16. rò aveõua ãyov substituiren, was allerdings auf dasselbe hinausliefe, ohne doch so geradezu, wie in Ps. 110, 1. und wie der Vf. meint, dasselbe zu sein. Sein aus dem Grundtext von Ps. 45, 2. gezogenes Argument, wonach der h. Sänger den h. Geist als den königlichen Autor, dessen Schnellschreiber er sich nenne, selbst bezeichnen soll, können wir bei objectiver Textbetrachtung nur artificiosius quam verius nennen. Der Hirschberger Glossator z. B. ist hier und im Ganzen maassvoller.

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(3052) Die Tübinger Schule und ihre Stellung zur Gegenwart. Von Dr. F. Ch. Baur. Tübingen, Fues. 1859. IV u. 168 S. 8. (n. 18 Ngr.)

Unter der Aufschrift: „Die älteste Kirchengeschichte in der Darstellung der Tübinger Schule" brachten bekanntlich die Jahrbb. f. deutsche Theol. 1858. Hft. 2. S. 280 ff. eine von Dr. Uhlhorn

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