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ACHT ZEHNTER JAHRGANG.
Vierond funfzigster Band. Erstes Heft.

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In diesem, dem „Bericht über die Königl. Ritterakademie zu Liegpitz von Ostern 1847 bis Ostern 1818, erstattet durch Graf von Bethusy, Major and Director der K. Ritterakademies vorangeschickten Programme setzt Hr. Prof Sommerbrodt seine Untersuchungen des griechischen Theaterwesens fort, indem er sich zum Aeschylus wendet und, nachdem er in dem ersten Abschnitte dieser Abhandlung de rei scenicae primordiis sive de partibus theatri earumque origine gesprochen hat, in einem zweiten de Aeschyli re scenica und in einem dritten de orchestra eiusque exornationibus handelt. Er giebt in demselben in klarem gefälligem Vortrage eine anschauliche Uebersicht der besprochenen Gegenstände, bei der nar Weniges sein dürfte, worin man abweichender Ansicht zu sein Veranlassung fände. Dies würde etwa Folgendes sein. S. 11 ist bemerkt, dass, da der Chor bei dem Aeschylus in den Schutzflehenden und Eumeniden zugleich die Stelle einer handelnden Person vertrete, er nicht blos auf die Orchestra beschränkt sei, sondern auch die Bühne besteigen dürfe, zur Zeit des Sophokles und Euripides aber, wo er mehr blos die Stelle cines Zuschauers der Handlung einnehme, nicht auf die Bühne komme. Wenn dies von dem Sprechen auf der Bühne gemeint ist, so ist es allerdings wahr; nicht aber wenn es blos von dem Betreten der Bühne gesagt sein sollte: denn Euripides, der in der Helena für die Scene, in welcher Menelaus Einlass in dem königl. Palast verlangt, die Anwesenheit des Chors nicht brauchen konnte, lässt ihn.V. 334-340 mit der Helena von der Orchestra über die Bühne sich in den Palast begeben, von wo vor V. 522 die sämmtlichen Choreuten wieder zurück auf die Orchestra kommen.

- Wenn S. 20 gesagt wird: sed illud omnino non potest probari, quod (Pollux) per mediam scenae partem dicit processisse primarum par

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tium actorem, protagonistam, per dextram secundarum partium actorem, per sinistram tritagonistam, so ist das eine Täuschung, und , was Hr. S. in der Anmerkung meiner Erklärung, nach der sich diese Benennungen auf den Rang der Personen beziehen, entgegen zu stehen meint, dass es eine dem Pollux nicht zuzutrauende Kühnheit 'sein würde, wenn er den die Königsrollen spielenden τριταγωνιστής, wie den Aeschines, πρωταγωνιστής genannt hätte, hebt sich dadurch, dass diese Benennungen ganz relativ sind, wie denn schon Aristoteles, wenn er sagt, Aeschylus habe den λόγος zum πρωταγωνιστής gemacht, niclits Anderes Oneint, als er habe dem Dialog den Vorrang vor dem Chore eingeräumt.

Richtig ist zwar S. 21 Folgendes: dextra autem et sinistra in re scenica dicuntur, quae spectatoribus ad dextram sunt et ad sinistram. Aber damit würde die angeführte Stelle des Pollux IV. 126 nicht übereinstimmen, dass die rechte Periakte tà W róλεως, die linke hingegen τα εκ πόλεως, μάλιστα τα έκ λιμένος zeige , wie auch gleich ebendaselbst von den napódois das Gegentheil behauptet wird

Entweder müssen in der erstern Behauptung die Worte umgestellt worden sein, oder Pollux bat aus verschiedenen Quellen excerpirt, von denen die eine den Standpunkt von der Scene aus die andere von den Zuschauern ans angenommen hatte, wie auch z B. der Grammatiker in Cramer's Anecd. Paris. I p. 9, 24. – S. 22 Das Wort napaoxnvia hat

παρασκήνια wohl zur Zeit des Demosthenes keine andere Bedeutung gehabt, als zu jeder andern Zeit. Die in der Note angeführte Stelle des Pollux IV. 109, die der von Hrn S. angeführte Beer über die Zahl der Schauspieler bei Aristophanes zu vertheidigen versucht hat, ist, wie ich in den Opusc VII

. p. 346 angegeben habe, zu evident widersinnig, als dass an der Umstellung der Wörter napaoxnvlov u. rapazoonynua gezweifelt werden kann. - Wenn Hr. s § 24 meint, in Cramer's Anecd. Paris. p.. 19, wo die spoonńvia unter die von Aeschylus herrührenden Veranstaltungen gezählt werden, sei napaoxnvia zu lesen, so möchte wohl keines dieser beiden Wörter das wahre sein, da das 1006xůvcov und die napaoxnvia gleich bei Erbauung des Theaters nothwendige Theile desselben waren, sondern wenn man den Pollux IV. 127 vergleicht, der aus derselben Quelle wie der Cramer'sche Grammatiker geschöpft hat, so findet man statt noooxývia dort xai oxoπη και τείχος και πύργος και φρυκτώριον geschrieben Die Schilderungen der Scenen in den Tragödien des Aeschylus S. 29f. sind richtig: nur ist S. 31 die Folgerung, quum Supplices ipsae agant fabulam, chorum tum in scena tum in orchestra esse versatum, nicht völlig mit der vorhergegangenen richtigen Angabe, dass die Danaiden auf den Stufen, die von der Orchestra auf die Bühne führen, ihren Stand hatten (s. V. 839 f.), übereinstimmend Blos Danaus stand auf der Bühne. - S. 39 schlägt Ar. S. vor, bei dem Pollux IV. 132 in den Worten αι δε χαρώνιοι κλίμακες, κατά

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τας εκ των εδωλίων καθόδους κείμεναι, τα είδωλα απ' αυτών αναπέμπούσι, 2u schreiben κατά τας των ειδώλων καθόδους, weil die Wiener Handschrift xarà càs èxdwlio gebe. Er übersetzt dies : Charontis scalae sunt, ubi descendunt umbrae, per easque umbrae in proscenium adscendunt, welche ungenaue Bestimmung man wohl dem schwachköpfigen Pollux zutrauen könne. Pollux ist zwar ein gedankenloser Compilator, aber so kann er nicht geschrieben haben, weil darin gar keine Angabe der Stelle, wo man diese Charonischen Treppen zu suchen habe, enthalten ist. Diese Treppen scheinen in einem offenen Schlunde gewesen zu sein und würden sich eher für das Hervortreten lebender Wesen aus der Unterwelt, z. B. des Hercules mit dem Cerberus, oder auch der Furien, als für Geister eignen, für deren Erscheinung die gleich nachher genannte avancébuata bestimmt waren S. 41 vimmt Hr. S die von Hrn. Wieseler gegebene Erklärung der θυμέλη als ein τετράγωνον οικοδόμημα κενόν επί του μέσου an, ipeint aber wohl mit Recht, dass dieser zu weit gegangen sei, indem er das Wort nie für einen Altar gesetzt worden zu sein beliaupte. Ilr Wieseler hat allerdings das Verdienst, diese bei dem Suidas und in dem Etymologicum gegebene Definition ziemlich richtig erklärt zu haben, aber die Art seiner Darstellung in der Schrift über die Thymele hat die Sache ihm selbst und dem Leser durch die mancherlei Abschweifungen auf entlegnere Dinge sehr erschwert. Eine ruhigere, geordnetere und mit etwas schärferer Kritik verfahrende Darstellung würde einer klareren Einsicht vortheilhafter gewesen sein und das Ergebniss anders gestaltet haben Da ich einmal auf diesen Gegenstand zu sprechen gekommen bin, will ich die bei beiden genannten Grammatikern unter dem Worte 6xnvý vorliegende Angabe von einer anderu Seite betrachten

Die ersten Worte lauten 80: σκηνή έστιν η μέση θύρα του θεάτρου παρασκήνια δε τα ένθεν και ένθεν της μέσης θύρας χαλκά κάγκελλα. Suidas lässt die Worte χαλκά κάγκελλα weg, von denen wir auch sonst nicht wissen was damit gemeint sei. Dann ist, wenn man mit Hrn. W. sich den ungenauen Ausdruck ñ feéon gvoa statt der ganzen Fronte der Scenengebäude gefallen lässt, die Definition von aupabxývia richtig. Unter den zahx xayxédlouş Seitenthüren, welche die nápodou gehabt hätten, wie Hr. w. s. 5 verınuthet, zu denken ist nicht nur kein Grund vorhanden, sondern es werden auch nirgends, so oft auch in jedem Drama daza Gelegenbeit ist, Thüren erwähnt. Es folgt: xal iva σαφέστερον είπω, σκηνή ή μετά την σκηνήν ευθύς και τα παQa6xúria ń óoxńotpa. Dies ist widersinnig Lässt man nit dem Suidas die Worte oxnun ń weg, so ist der Satz richtig. Eben so, wenn man die Worte η σκηνή μετα την σκευην ευθύς für einen besondern Satz nimmt: denn Oxevũ wird oft mit oxnun verwechselt, z. B. bei Eustathius p. 976, 16, wo das Éxxuxinua ein un

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