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Anfertigung der Register, welche freilich nicht gut einen längern Aufschub leide, irs gend einem andern hierzu tauglichen Manne zu übertragen. Der Herr Verleger äußerte nun gegen mich den Wunsch, daß ich diese Arbeit überneh men, und sie in einem Jahre vollenden möchte. Zu dem erstern erklärte ich mich unter der Bedingung bes reit, daß mir das leßtere erlassen, und ein låns gerer Zeitraum dazu vergönnt würde. Aber obgleich beinahe zwei Jahre auf die Ausarbeitung dieser Regis fter verwendet worden sind, so würde man doch uns ftreitig Genauigkeit und Ausführlichkeit in ihnen wes niger vermissen, wenn sie von den Herausgebern selbst håtten verfertiget werden können.

Was die Anordnung betrifft, so sagen die Hers ausgeber Bd. III. S. LI., sie würden, so viel es sich mit dem Zweck ihrer Ausgabe vereinigen ließ, die Res gister gern so geordnet haben, wie es von den Heraus, gebern der Wiener Ausgabe, welchen die leßten Wüns sche Winckelmann's für seine Kunstgeschichte in seiner eigenen Handschrift mitgetheilt worden, geschehen sey. Man vergleiche die Wiener Ausgabe S. XXVIII. Ich habe erstlich das Verzeichniß der Materien in der Kunsts geschichte, oder das systematische Register, welches der Wienerischen Ausgabe angehångt ist, weggelassen, und, wie ich hoffe, mit der Beistimmung der Herausgeber, die, wenn sie es in diese Ausgabe aufzunehmen nöthig

gefunden hätten, ihm unmittelbar var oder hinter der Kunstgeschichte seine Stelle angewiesen haben. würden, Eben so schrieb mir Herr Hofrath Böttigers er könne sich nicht überzeugen, daß der Abdruck dieses Registers jest noch wünschenswerth oder nöthig sen, Dann habe ich das Verzeichniß der Künstler, um die Uebersicht derselben zu erleichtern, von dem Sachregis fter getrennt, wiewohl ich hier am wenigsten etwas Vollständiges geben konnte. Dieses lettere hat darin seinen Grund, daß Winckelmann selbst keine Geschichte der Künstler schreiben wollte.

Wie das Verzeichniß der Schriftsteller gearbeitet werden sollte, darüber haben die Herausgeber Bd. HI. S. LI. ihre Idee mitgetheilt. Mir schien es nüßlich, darin auch anzuzeigen, wo von Winckelmann oder den Herausgebern theils Urtheile über Schriften oder ihre Verfasser gefällt, theils Stellen der alten Classiker er? flårt oder verbessert worden sind, zumal da es Wine ckelmann's größtes Vergnügen war, durch Erläuterung der alten Kunstwerke einen alten Schriftsteller erlåus tern oder verbessern zu können. Dem Verzeichniß der Schriftsteller, das ich gegeben habe, mag es wohl hin und wieder an Vollständigkeit und Genauigkeit fehlen, was ich vielleicht mit meinem Entferntseyn von einer größern Bibliothek entschuldigen könnte; doch ist bess ser, der Entschuldigung nicht bedürfen, als sich ents schuldigen können.

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Die Anmerkungen, womit diese Ausgabe der Wins delmannischen Werke ausgestattet worden ist, sind um so schåßbarer, da dem größten Theile derselben eigenes Anschauen und genaue Betrachtung der alterthümlichen Kunstwerke in Italien zum Grunde liegt; eben dess wegen habe ich häufig auch die Stellen in den Ans merkungen nachgewiesen, obgleich die in dem Texte ges feßten Zahlen selbst schon auf die Anmerkungen verweis fen. Und wie die Herausgeber sich bemüht haben, in ihren Anmerkungen das Irrige zu berichtigen, und das Fehlende nachzutragen, so habe auch ich einiges zur Berichtigung und Vervollståndigung eingeschaltet, dies ses aber immer durch die Zeichen der Klammern ans gedeutet.

Wo Kunstwerke ohne irgend einen Zusaß erwähnt werden, find überall antike zu verstehen; bei neuern ist es immer auf irgend eine Art angezeigt worden, daß es neuere find.

Vorzüglichen Dank verdient noch die freundliche Theilnahme des Herrn Hofrath Böttiger, der nicht nur die leßte Durchsicht der Druckbogen dieser Regis fter übernommen, sondern auch mehrere litterarische Nachweisungen und Bemerkungen über Kunst und Sprache hinzugefügt hat.

Budiffin (Bauzen), den 20. September 1820.

Carl Gottfried Siebelis.

Nachschrift.

Mein stiller Wunsch, daß die Månner, welche das Denkmal, das sich Winckelmann durch seine Werke ges sezt hat, durch diese Ausgabe derselben erneuet, has ben, wenn sie in derselben noch etwas zu berichtigen gefunden håtten, dieses hier nachtragen möchten, ist doch wenigstens zum Theil noch in Erfüllung gegans gen. Denn Herr Hofrath Meyer hat einige nachs trägliche Erinnerungen und Verbesserungen, welche den 3, 4, 5, 6 u. 7ten Band dieser Ausgabe betreffen, mitgetheilt, wodurch er Winckelmann's Verehrer sich von neuem verpflichten wird. Gern hätte ich diese lehte Gabe, die er Winckelmann's Manen weihte, in die Register selbst aufgenommen; allein sie kam zu spåt in meine Hånde. Jest blieb mir nichts übrig, als diesen Nachtrag der Vorrede anzuhången, da er eben ankam, als ich diese abzusenden im Begriff war.

Vom Herrn Hofrath Meyer mitgetheilte Berichtigungen.

Im 3ten Bande oder dem ten der Geschichte der Kunst des Alterthums.

Seite 357, Zeile 7 anstatt Buch 6. Kap. I. §. 7. lese man Buch 6. Kap. I. §. 8.

Jm 4ten Bande oder dem 2ten der Geschichte der Kunst. Seite 146, Zeile 9 ff. Die Worte:,,das verborgene in ihm suchet, der ihn verehret oder entdecken will, u erforschen", geben keinen deutlichen Sinn

und scheinen uns überflüßig, obgleich dieselben schon in der erfen Dresdner Ausgabe der Gesch. d. K. S. 169 stehen, und in der Wiener Ausgabe S. 325 ebenfalls beibehalten sind. Ohne Zweifel würde der Text eher gewonnen als verloren has ben, wenn man sie mit freimüthigem Bedacht weggelassen hätte.

Seite 247. Ist die Anmerkung 15 am Ende nicht ganz klar. Die Herausgeber wollten nåmlich sagen: Fea bemerke aus dem Athendus, daß die Wettstreite der Schönheit auch noch zur Zeit dieses Schriftstellers, d. i. im zweiten Jahrhunderte uns serer Zeitrechnung fortgedauert haben.

S. 280 3. 10 statt: in demselben, lese man an demselben. S. 286 3. 2 und 3 von unten, statt: und an einem andern tav. 42, welcher 2c. lese man: und an einer anderen Bronze, tav. 42, welche 2c.

S. 290. Die bei Lanuvium gefundenen, nun im Brittischen Museum befindlichen beiden Faune, laut Inschriften von Marcus Cossutius Cerdo verfertigt, werden irrig als dem jungen, an einen Baumftamm sich lehnenden Faun, ähnliche Figuren und somit als Copieen nach dem Periboetos des Praxiteles angegeben. Genannte beide Statuen des Marcus Coffutius Cerdo unterscheiden sich wesentlich in der Stellung von jenen Copieen nach dem Meisterstück des Praxiteles. Derselbe Irrthum ist im Register von den alten Denkmalen, Band 7 S. 455 wiederholt.

S. 394 3. 4 von unten, katt: auch er copirte ihn nicht, lese man: er copirte ihn nicht.

Im 5ten Bande, oder dem 3ten der Geschichte der Kunst. dreier gefans

S. 13 3. 11 von unten. In den Worten:

genen Könige (Statuen von Porphyr) in der Villa Medicis vermuthen wir einen Druckfehler der Wiener Ausgabe der Gesch. d. K., welcher in die unsere übergegan gen ist. Ohne Zweifel soll es heißen: weier gefanges

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