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gelehrte Anzeigen.

Unter der Aufficht

der Königl. Gesellschaft der Wissensdaften.

Der zweite Band

auf das Jahr 1851.

Göttingen, gedrudt in der Dieterischen Univ. - Buchdruđerei.

(M. Fr. Kästner.)

eine große Unternehmung, aber nicht zum Abschluß gediehen; dennoch [djeint das, was geleistet wors den, in seiner unvollendeten Gestalt, in einem selbständigen, seiner bewußten Geiste ausgeführt, der Erhaltung und Mittheilung für fünftige Zeiten werth; es sind auch alle Anstalten dazu getroffen und rústige Kräfte widmen sich mit Eifer dieser Aufgabe, aber ein ungünstiges Geschid zerstört das Wert und nur Brudstüde sind und übrig geblieben.

Nach den Sdilderungen des Bie, deren einzelne Züge er mit großem Fleiße zusammengetragen, geben wir zuerst einen kurzen Abriß der Thatsachen, welchem wir unser Urtheil nur sparsam einmischen. Joachim Jungius wurde 311 Lübeđ 1587 geboren und erhielt den ersten wissenschaftlichen Unterricht bom dortigen Gymnasium. Er hatte sich den philosophischen Studien gewidmet. Aber schon zu Nostoď wurde er durch die Mathematik von der aristotelischen Metaphysie abgezogen. Er ging von da nach Gießen, wo er sich bald so vortheilhaft befannt machte, daß man ihm in seinem 22. Jahre die Professur der Mathematik übertrug. Damals trat Ratidius mit seiner neuen pädagogischen Mes thode in Deutschland auf. Sungius und sein älterer Freund Helvich ließen sich durch den enthu-, siastischen Geheimnißlrämer gewinnen, sdhrieben gemeinschaftlich einige Schriften zur Empfehlung der neuen Erziehungsmethode, nicht ohne Spuren übertriebener Hoffnungen und einer beschränkten Un= ficht von Sprache und Wissenschaft, gingen auch mit Ratich nach Augsburg, um die neue Methode prattisch ausführen zu helfen. Hier wurden fie aber enttäuscht. Jungiu8 studirte hierauf Medicin zu Rostoď und nadher zu Padua, Ivo er ohne Zweifel aud) zu der genauen Kenntniß der neuen aristotelischen Lehrweise den Grund legte, welche

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